Ein Kamel steht im herbstlich bunten Bergwald. Es hat den Kopf mit dem sorgfältig befestigten Geweih in den Nacken geworfen und röhrt wie ein echter Hirsch in den Frühnebel. „Die miesen Tricks der Ausländer“ steht darunter. Konkurriert hier etwa ein Kamel aus dem Ausland mit den heimatlichen Hirschen? Genau so verspottete ein Satiremagazin die kontrovers geführte Integrationsdebatte, in der auf allen Seiten mit Stereotypen „des“ Ausländers und „des“ Deutschen gearbeitet wurde. Personifizierte das verkleidete Kamel „die Anderen“ aus dem Fernen Osten, so standen Geweih, Wald und Herbst als stereotype Versatzstücke für „das Eigene“, für die Heimat. …
Den vollständigen Artikel finden Sie in DAMALS 03/2013.
Prof. Dr. Ina Ulrike Paul




