Ali Baba war ein Glückspilz. Durch einen Zufall belauschte er eine Räuberbande und erfuhr, dass sich deren Schatzhöhle mit dem Befehl „Sesam, öffne dich!” betreten ließ. Er drang in die Höhle ein, belud seine Esel mit Säcken voll Gold und verschloss sie wieder mit dem Spruch „Sesam, schließe dich!” Nach einigen Tagen kehrten die Räuber in ihre Schatzhöhle zurück und bemerkten den Diebstahl. Sie fanden heraus, dass Ali Baba der Übeltäter war und schlichen sich nachts in sein Haus, um blutige Rache zu nehmen. Doch Ali Baba hatte schon wieder Glück. Seine Sklavin Morgiane tötete die Räuber mit siedendem Öl und nahm ihren Hauptmann gefangen. Morgiane weckte ihren Herrn und brachte ihn zu dem gefesselten Hauptmann. Als der Räuber Ali Baba sah, fiel er auf die Knie und flehte um Gnade: „Bitte schenke mir mein Leben. Ich gebe dir all unsere Schätze dafür.” Doch Ali Baba erwiderte streng: „Über dein Leben wird der Kadi richten.” Der Hauptmann seufzte: „Hätten wir nur einige Goldstücke mehr oder weniger geraubt, wäre ich jetzt ein angesehener und wohlhabender Mann und müsste nicht dem Tod entgegen sehen.” „Warum?”, fragte Ali Baba. Der Räuberhauptmann begann mit klagender Stimme zu erzählen: „Vor ein paar Monaten wollten wir unsere Bande auflösen, um ehrbaren Berufen nachzugehen. Wir zählten unser Gold: Es waren genau 1 234 325 281 Münzen, die wir zu gleichen Teilen unter uns aufteilten. Aber es blieb ein Rest übrig. Deshalb legten wir alles Gold wieder in die Höhle zurück und setzten unsere Raubzüge fort. Einige Zeit später war unser Schatz auf 1 234 353 484 Goldstücke angewachsen und wir teilten ihn erneut unter uns auf. Aber auch dieses Mal ging die Rechnung nicht auf und es blieb wieder ein Rest übrig. Wir brachten alles Gold in die Höhle zurück und raubten weiter Menschen aus. Vor drei Wochen waren es schließlich 1 234 567 890 Goldstücke. Wir teilten zum dritten Mal – und auch diesmal blieb wieder ein Rest zurück. Also brachten wir unser Gold erneut in die Höhle. Der Hauptmann hob seinen Blick zum Himmel: „Seltsamerweise blieb bei jeder der drei Teilungen der gleiche Rest an Goldstücken übrig. Allah schickte uns dieses Zeichen, aber wir verstanden es nicht. Und nun lebt keiner meiner Kameraden mehr.” Ali Baba übergab den Räuberhauptmann dem Richter der Stadt, damit er seine gerechte Strafe erhielte. Als dieser wissen wollte, aus wie vielen Räubern die Bande bestanden hatte, konnte Ali Baba nur mit den Schultern zucken. Das hatte Morgiane ihm nicht gesagt. Wissen Sie, wie groß die Räuberbande einschließlich ihres Hauptmanns war?
Die Lösung des November-Preisrätsels
Die Ziffern von 0 bis 9 müssen so auf die zehn Plätze der Uhrzeit ––:––:–– und des Datums ––.––. verteilt werden, dass sie eine möglichst früh ins Jahr fallende pandigitale Zeit bilden. Dazu sollte die 0 auf die Zehnerstelle des Monats gesetzt werden, denn sonst fiele dieses Datum in das letzte Quartal des Jahres. Für die Zehnerstelle der Stunde kommt nur noch die 1 oder die 2 infrage und für die Zehnerstelle des Tages die 1, 2 oder 3. Falls die Zehnerstelle des Tages 3 ist, muss die Einerstelle 1 sein. Folglich wäre die Zehnerstelle der Stunde eine 2 und die Einerstelle müsste die 4 oder größer sein, was jedoch unmöglich ist. Somit ist der Tag nicht der 31., und 1 und 2 stehen auf den Zehnerstellen von Tag und Stunde. Die kleinste Ziffer für die Einersteller des Monats ist also die 3. Nun kann die Zehnerstelle der Stunde aber keine 2 mehr sein, da sonst die Einersteller mindestens 4 wäre, was aber nicht möglich ist. Folglich gilt 1–:–– :–– und 2–.03. Die Zehnerstellen der Minuten und Sekunden müssen kleiner sein als 6. Somit gehören die 4 und die 5 auf diese Plätze. Die kleinstmögliche Ziffer für die Einerstelle des Tages ist somit die 6. Der Rest ist einfach – man erhält als frühsten pandigitalen Zeitpunkt des Jahres 17:48:59 Uhr am 26.03.
Die Gewinner
Das Los hat entschieden: Hasel Heine, Bad Bramsted, und Rudolf Schubert, Würzburg, erhalten den Hauptgewinn, je ein Fernglas. Buchpreise bekommen: Dr. Gunther Fischer, Leipzig; Johannes Hansen, Backnang; Günther Oberaigner, Haslach/Österreich; Günther Schenz, Wien/Österreich; Margarete Winter, Hanau a.M. Wir gratulieren allen Gewinnern.
So machen Sie diesen Monat mit
Teilnehmen kann jeder, außer den Mitarbeitern des Verlags und deren Angehörigen. Schicken Sie bitte Ihre Lösung (ausschließlich!) auf einer Postkarte bis zum 28. Februar 2005 an: bild der wissenschaft, Kennwort „Cogito 02|05″
Ernst-Mey-Str. 8
70771 Leinfelden-Echterdingen Die Lösung und die Namen der Gewinner werden im Mai-Heft 2005 veröffentlicht.
Zu gewinnen
Unter den Einsendern der richtigen Lösung werden zwei Hauptpreise und fünf Bücher ausgelost. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Hauptgewinn sind zwei Taschenferngläser „Victory Compact 8×20″ von Carl Zeiss für den besseren Durchblick (www.zeiss.de). Als Buchpreis gibt es die „Spezielle Relativitätstheorie” von Domenico Giulini, erschienen im Fischer Taschenbuch Verlag – eine kompakte Erläuterung von Albert Einsteins revolutio- närer Sicht von Raum und Zeit. Informationen unter: www.fischer-kompakt.de/spezielle-reativitaetstheorie
Sind Sie noch im Bild der Wissenschaft? – Die richtigen Antworten
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