von ANDREA HOFERICHTER
Ein Mausklick, und auf dem Computerbildschirm von Georg Wohlfahrt erscheint ein postkartenreifes Foto: strahlend blauer Himmel und schneebedeckte Alpengipfel, die üppige Kiefernwälder überragen, aufgenommen etwa 80 Kilometer von Innsbruck entfernt. Dort erforschen der Wissenschaftler und sein Team von der Universität Innsbruck das Befinden der Bäume und wie dieses mit dem Klimawandel wechselwirkt. Das Phänomen, das ihnen dabei helfen soll, ist auf dem Bild allerdings nicht zu sehen: das rote Leuchten des Waldes. „Das Leuchten ist zu schwach, um es mit bloßem Auge zu erkennen. Es wird vom reflektierten Tageslicht überlagert“, erklärt Wohlfahrt. Mit geeigneten Geräten lasse es sich aber messen, sowohl direkt an den Nadeln, als auch über den Baumkronen. Dort wird es von lichtleitenden Glasfaserkabeln am Ausleger einer Messbrücke eingefangen, die das Team in etwa 15 Metern Höhe zwischen den Kiefern gespannt hat.





