Schmerzen an den Sehnenansätzen – wie beim so genannten Tennisarm – lassen sich zwar kurzfristig durch Kortison lindern, auf die Dauer ist aber Abwarten die beste Therapie. Solche Beschwerden resultieren aus einseitig belasteten Gelenken. Niederländische Mediziner hatten über 180 Patienten mit Kortison oder Krankengymnastik behandelt und eine dritte Gruppe bloß beobachtet. Innerhalb von sechs Wochen half die Kortisontherapie 92 Prozent der Patienten. Krankengymnastik und Abwarten waren nur bei jedem Dritten erfolgreich. Doch nach einem Jahr war es umgekehrt: Nur noch 70 Prozent profitierten von Kortison, die anderen Verfahren hatten die Schmerzen bei 80 bis 90 Prozent gebessert. Krankengymnastik war nur unwesentlich besser als Abwarten.





