Die US-Luftwaffe möchte Satelliten mit fliegenden “Luftpistolen” ins All schießen, berichtet das britische Wissenschaftsmagazin “New Scientist”. Die mit Gasdruck arbeitenden Abschussrampen werden auf große Transportflugzeuge montiert und schießen die Trägerraketen mit dem Satelliten in zwölf Kilometer Höhe ab. Nach fünf Sekunden zündet das Triebwerk der Rakete und bringt den Satelliten in seine Umlaufbahn.
Das “Bladerunner” genannte System soll sich innerhalb von 24 Stunden auf gängigen Militärmaschinen installieren lassen, berichtet Kenneth Hampsten von der Luftwaffenbasis in Kirtland. Da die Trägerraketen für den Start weniger Treibstoff benötigen und wegen der dünneren Luft weniger stabil sein müssen, könnten die Kosten für einen Satellitenstart um bis zu 80 Prozent reduziert werden. Bis jetzt gibt es von “Bladerunner” allerdings noch keinen Prototypen.
Ulrich Dewald





