Die Rückkehr vom Mars hatte sich Volker Maiwald einfacher vorgestellt. Schnee verzögerte die Landung auf dem Flughafen Frankfurt, der Weiterflug nach Bremen war gestrichen, sein Gepäck lange Zeit unauffindbar. Doch schließlich kam er doch nach Hause, und genau genommen kam er auch nicht vom Mars, sondern von der Mars Desert Research Station in Utah. Zwei Wochen lang hatte Maiwald dort, in einer marsähnlichen Landschaft, zusammen mit fünf Kollegen gelebt und gearbeitet. In dem von der Mars Society betriebenen Habitat untersuchen Wissenschaftler diverse Aspekte einer künftigen Station auf dem Roten Planeten. „Ich habe das Modell eines Gewächshauses mit geschlossenem Kreislauf getestet”, berichtet Maiwald.
Auf dem Mars müssten man mit Rohstoffen extrem sparsam umgehen und zum Beispiel verbrauchtes Wasser möglichst vollständig regenerieren. „Außerdem müsste man das Kohlendioxid aus der verbrauchten Atemluft abtrennen und in das Gewächshaus einleiten, wo es die Pflanzen verwerten”, erklärt der Bremer DLR-Wissenschaftler.
Maiwald war auch von der menschlichen Seite des Experiments beeindruckt. In dem zylinderförmigen, zweistöckigen Gebäude mit nur zehn Meter Durchmesser haben sich die „Astronauten” aus Japan, den Niederlanden, Ungarn, Kanada und Deutschland sehr gut verstanden. „Das lag an der gemeinsamen Begeisterung für das Projekt”, meint Maiwald, der einen bemannten Marsflug herbeisehnt: „Doch wenn wir den in 30 Jahren schaffen wollen, müssen wir schon bald die Weichen dafür stellen.”





