Einem Team um den dänischen Paläogenetiker Eske Willerslev ist es gelungen, das komplette Genom von „Kostenki 14″ zu sequenzieren. Die Rede ist von einem fossilen Skelett eines frühen anatomisch modernen Menschen, der vor 36 000 Jahren in der Uferböschung des russischen Flusses Don bestattet wurde. Durch den Vergleich seiner Gene mit denen sehr viel jüngerer, mittelsteinzeitlicher Europäer erkannten die Forscher: Die Gene der frühesten Einwanderer sind nicht während der maximalen Vereisung verschwunden. Sie überdauerten mehr als 30 000 Jahre in den europäischen Jäger-Sammler-Kulturen – und zwar bis vor 8000 Jahren, als nahöstliche Pioniere neben dem Ackerbau und der Viehzucht auch neue Gene auf unseren Kontinent brachten.
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