1. Jage nicht dem Perfekten hinterher, sondern strebe nach dem für dich Optimalen.
2. Mache eine einmonatige Konsumdiät, in der du ausschließlich lebensnotwendige Dinge wie Nahrungsmittel kaufst. Es wird dir an nichts fehlen. Anstelle Geld für ein Konzert auszugeben, machst du selbst Musik. Anstelle Klamotten zu kaufen, wirst du in deinem aus allen Nähten platzenden Kleiderschrank fündig. Anstelle mit der Familie gefangene Tiere im Zoo anzuschauen, geht es in die Natur.
3. Hast du durch die Konsumdiät Blut geleckt? Dann trenne dich einen Monat lang täglich von zehn Dingen. Wenn du das Experiment verlängerst, hast du nach anderthalb Jahren 5555 Dinge verkauft, verschenkt, gespendet und entsorgt.
4. Gleiche Dinge am gleichen Ort aufbewahren. Die T-Shirts in die Schublade, das Werkzeug in den Werkzeugkasten, Kontoauszüge in den Bankordner, Bücher ins Regal. Das hat gleich mehrere Vorteile: Erstens findet man Dinge schneller. Zweitens behält man den Überblick, was man alles besitzt, und kann unnötige Käufe vermeiden. Drittens ist man jederzeit bereit zum Ausmisten.
5. Apropos Ausmisten: Warum kommen wir im Urlaub mit einem Waschbeutel aus, horten aber zuhause Kosmetika, als würden wir eine Drogerie eröffnen wollen? Mein Leitfaden Entrümpeln leicht gemacht hilft auch im Badezimmer für Ordnung zu sorgen.
6. Um nach dem Ausmisten nicht wieder mit dem Horten anzufangen, kann man sich an folgende Regel halten: Für jeden Gegenstand, der in die Wohnung kommt, verlässt ein anderer die Wohnung.
7. Wie viele Geräte besitzt du, mit denen du ins Internet gehen kannst? Vor ein paar Jahren waren es meist nur PC oder Laptop. Heute verbinden sich auch Tablets, Smartphones, Fernseher, MP3-Spieler und Autos mit dem weltweiten Web. Sich von dem einen oder anderen Gerät zu trennen, kann das Leben vereinfachen.
8. Deinstalliere alle Computerprogramme und Smartphone-Apps, die du seit einem Jahr nicht mehr verwendet hast.
9. Notiere alle E-Mail-Adressen, unter denen du privat und geschäftlich erreichbar bist. Wenn es mehr als drei sind, ist es wahrscheinlich, dass du ohne Probleme ein E-Mail-Konto auflösen kannst.
10. Schreibe mal wieder einen Brief. Man braucht dafür Papier, einen Stift, einen Umschlag und eine Briefmarke (Hinweis: die DM-Briefmarken sind seit 2002 nicht mehr gültig). Als Senden-Button fungieren die gelben Kästen, die in den Städten herumhängen.





Christof Herrmann
