Eine unterhaltsame Nahsicht auf das Jahr 1913 bietet das Buch von Florian Illies, der aus zahlreichen Briefen und Tagebüchern berühmter Persönlichkeiten zitiert. Mit bekannter Eleganz schildert der Autor das pulsierende Kulturleben einer aufgeregten Zeit, die vom nahenden Weltkrieg zum Teil schon wie überschattet wirkt. Da halten sich zufällig zur selben Zeit Hitler, Stalin und Tito in Wien auf, da entbrennt der Streit zwischen Sigmund Freud und C. G. Jung – Illies tituliert ihn als Vatermord –, und der greise Kaiser Franz Joseph regiert immer noch.
Rezension: Dr. Heike Talkenberger




