Vor etwa 210 Millionen Jahren hat eine Zwerggalaxie den Andromeda-Nebel durchstoßen, die unserer Milchstraße nächstgelegene große Spiralgalaxie. Das schließt ein internationales Astronomenteam aus einer neuen Infrarot-Aufnahme des Spitzer Space Telescope der NASA, die einen Staubring im Innenbezirk des Andromeda-Nebels zeigt. Sein Durchmesser beträgt rund 6000 Lichtjahre. Frühere Infrarot- Aufnahmen hatten bereits einen größeren, äußeren Staubring entdeckt. Astronomen interpretieren diese Ringe als „gravitativen Abdruck” der Kollision. „Die Ringe sind wie kreisförmige Wellen in einem Teich, in den man einen Stein geworfen hat”, sagt David Block von der University of the Witwatersrand im südafrikanischen Johannesburg. Den galaktischen „Stein” haben die Forscher bereits identifiziert: die Zwerggalaxie M 32, die Andromedas Zentralregion auf einer fast senkrecht zur Scheibenebene stehenden Bahn durchdrungen haben muss und dabei wohl mehr als die Hälfte ihrer ursprünglichen Masse verlor.





