GOCE Das Ziel der 2009 gestarteten Satellitenmission „Gravity field and steady-state Ocean Circulation Explorer” ist, das statische Geoid für die Erkundung von Meeresströmungen zu nutzen. Ein einzelner Satellit umkreist dazu in 270 Kilometer Höhe die Erde. Seine Umlaufbahn wird durch das irdische Schwerefeld bestimmt, das wegen der unregelmäßigen Massenverteilung in der Erde nicht homogen ist. Dadurch kommt es zu Schwankungen der Umlaufbahn, die ein Gradiometer erfasst. Bei diesem Instrument reagieren Prüfmassen als Beschleunigungsdetektoren auf Änderungen der Satellitenbewegung in allen Raumrichtungen. Betreiber der Mission ist die Europäische Raumfahrtorganisation ESA.
GRACE Beim „Gravity Recovery and Climate Experiment” umkreisen zwei Satelliten in 450 bis 500 Kilometer Höhe und einem relativen Abstand von 220 Kilometern die Erde. Aus der Messung von Änderungen dieser Distanz, was mithilfe eines Mikrowellensystems geschieht, lassen sich Variationen im Schwerefeld der Erde berechnen. Alle 30 Tage liefert die Zwillingsmission, die 2002 gestartet ist, ein vollständiges Bild des irdischen Schwerefeldes. Daran lassen sich langsame Massenverlagerungen auf der Erde erkennen. Die Mission ist ein Gemeinschaftsprojekt der US-Raumfahrtbehörde NASA und des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR).





