Entdeckungsjagd im äußeren Sonnensystem: Nur wenige Monate ist es her, dass Michael E. Brown vom California Institute of Technology und seine Kollegen die Existenz eines zehnten Planeten bekannt gegeben haben. Mit rund 2700 Kilometer Durchmesser ist er größer als der 2274 Kilometer dicke Pluto. Nun fand das Astronomenteam auch noch heraus, dass 2003 UB313 – oder Xena, wie der Planet vorläufig genannt wird –, einen Mond hat. Er heißt Gabrielle, nach der Begleiterin des Charakters Xena in einer amerikanischen TV-Serie. Die Bezeichnung gilt allerdings nur, bis die Internationale Astronomische Union einen offiziellen Namen aus der Mythologie deklariert.
Der Mond dürfte etwa 250 Kilometer groß sein und Xena alle zwei Wochen umkreisen. Genaueres sollen Beobachtungen des Hubble-Weltraumteleskops demnächst zeigen. Gabrielle ging dem 10-Meter-Keck-Teleskop auf dem Mauna Kea, Hawaii, ins Netz. Browns Team hat damit bereits einen Kleinmond bei Santa (2003 EL61) aufgespürt, bei einem fast so großen Eiskörper wie Xena und Pluto im äußeren Sonnensystem. Die Monde – wie auch Plutos Trabant Charon – entstanden wohl bei Kollisionen ihres Planeten mit anderen Himmelsobjekten.





