Die auf dem Mond gefundenen Gesteine unterstützen die Theorie, wonach der Mond aus der Kollision der frühen Erde mit einem anderen Protoplaneten hervorging. Paul Spudis vom Lunar and Planatary Institute der NASA fasst im Fachmagazin Science die aus den Mondmissionen gewonnenen Erkenntnisse zusammen.
Auf den höher gelegenen Regionen des Mondes ist die Gesteinsart Anorthosit weit verbreitet. Anorthosit entsteht, wenn geschmolzenes Gestein langsam kristallisiert. Es ist reich an Aluminium und enthält wenig Eisen. Das hohe Anorthosit-Vorkommen spricht dafür, dass die äußere Kruste des Mondes einmal fast vollständig geschmolzen war.
Die einzig bekannte Möglichkeit, um die dafür erforderliche Hitze zu erzeugen, ist die schnelle Bildung des Mondes aus einer Akkretionsscheibe. Eine solche Materiescheibe kann sich dann um die Erde gebildet haben, wenn sie seitlich von einem anderen Planeten getroffen wurde. Neueren Simulationsrechnungen zufolge soll dieser Theia getaufte Planet etwa die Größe des Mars gehabt haben.
Hinweise dafür, dass auf dem Mond Wasser in gefrorener Form vorhanden sein könnte, lieferten die beiden Nasa-Missionen Clementine und Lunar Prospector. Man vermutet das Eis in Kratern an den Mondpolen. Da die Drehachse des Mondes fast senkrecht zur Umlaufebene der Erde um die Sonne steht, fällt in die tieferen Stellen dieser Krater nie Sonnenlicht. Die Sonne würde das Wasser sofort verdampfen lassen.
Axel Tillemans





