Die Riesenbälle sind nicht nur für den Mars geeignet, sagt Jones. Auch andere Himmelkörper mit einer windreichen Atmosphäre könnten mit ihnen erforscht werden, etwa Pluto oder Jupitermond Io.
Mit haushohen Bällen wollen Forscher der Nasa den Mars auskundschaften. Der kräftig blasende Wind auf dem Planten soll die sechs Meter großen Ungetüme über Geröllfelder treiben und Steigungen hochblasen. Gelangt ein Ball an einen interessanten Ort, wird er an der Unterseite flach und bleibt liegen. Die in seinem Inneren verborgenen Messinstrumente würden dann die Umgebung erkunden, bevor sich der Ball wieder aufbläst und die Reise weiter geht, teilt das Jet Propulsion Laboratory der Nasa in Pasadena mit.
Da der Mars mit Felstrümmern übersät ist, sucht die Nasa händeringend nach Fahrzeugen, für die Steinbrocken keine unüberwindbaren Hindernisse sind. “Wenn wir die Bälle groß genug machen, kann sie nichts stoppen”, erklärt Jack Jones, der für die Nasa Konzepte für Marsfahrzeuge entwickelt. Über 35 Stundenkilometer könne der Ball schnell werden und Steigungen bis zu 25 Grad erklimmen, sagt Jones. Im Inneren des Balls sollen sich Instrumente wie etwa ein Radar befinden, das nach Wasser unter der Marsoberfläche sucht.
Andreas Wawrzinek





