Roter Staub prägt den Planeten Mars. Mark Lemmon von der Texas A&M University will herausfinden, wie viel von diesem Staub sich in der Marsatmosphäre befindet. Sein Vorschlag wurde von der NASA als eines der 28 wissenschaftlichen Projekte der Mars Exploration Rover Mission ausgewählt, wie der Online-Dienst SpaceDaily meldet.
“Ein besseres Verständnis des Marsstaubes wird uns bei der Lösung vieler Probleme helfen, darunter die Bestimmung der tatsächlichen Farbe der Bilder, die wir vom
Mars erhalten”, sagt Lemmon. “Der wichtigste Teil meines Experimentes ist aber die Messung der Staubmenge, die sich in der Atmosphäre befindet. Wenn wir wissen, wo der Staub ist, hilft uns das dabei, das Wetter und Klima des Mars zu verstehen. Denn der Staub spielt eine entscheidende Rolle für die Aufheizung der Marsatmosphäre.”
Die Mars Exploration Rover Mission wird Mitte 2003 starten und Anfang 2004 den Mars erreichen. Zwei etwa 150 Kilogramm schwere Roboterfahrzeuge werden mit Hilfe von Fallschirmen, riesigen Airbags und Bremsraketen weich auf der Marsoberfläche aufsetzen. Sie werden verschiedene Regionen des Mars erkunden und können dabei pro Tag bis zu 100 Meter zurücklegen.
Neben einer Panoramakamera sind die Fahrzeuge unter anderem mit einem Roboterarm bestückt, der von Steinen die Oberfläche abkratzen und das Innere der Steine freilegen soll. Untersucht werden die Steine dann unter anderem von einem Mössbauer-Spektrometer der Universität Mainz und von einem Alpha-Proton-Spektrometer des Max-Planck-Instituts für Chemie.
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Axel Tillemans