Allerdings hätten diese Nachbaruniversen eine Art Abdruck hinterlassen, sagt Mersini-Houghton: “Sie sollten sich bei einer Rotverschiebung von weniger als eins manifestieren, was etwa der Hälfte des heutigen Alters des Universums entspricht.” Die Nachbaruniversen hätten gegen unser Universum gedrückt und dadurch eine der Gravitation entgegengesetzte Kraft ausgeübt. Das habe die Materie stark ausgedünnt und die Entstehung von Galaxien erschwert. Zu ihrer Freude befindet sich das beobachtete “Loch” genau an der richtigen Stelle und hat auch die von ihr vorhergesagte Größe.
Aus Mersini-Houghtons Berechnungen ergeben sich zudem weitere Vorhersagen, die sich anhand von Beobachtungen überprüfen lassen. Zum Beispiel sollte es ein weiteres Loch genau auf der anderen Seite des Himmels geben. Auch für die kosmische Hintergrundstrahlung, ein Überbleibsel aus den frühesten Tagen des Universums, machen Mersini-Houghton und ihre Kollegen Vorhersagen. Die bereits totgesagte String-Theorie, derzufolge Elementarteilchen wie Quarks und Elektronen winzige Fäden in einem zehndimensionalen Raum sind, erhält durch die Berechnungen neuen Auftrieb.





