Ein britischer Mathematiker hat die optimale Einpackformel für Geschenke entwickelt. Damit könnten die Verbraucher mit möglichst wenig Schnipselresten und Papierausschuss ihre Weihnachtsgeschenke einpacken. Das schont die Umwelt und könnte allein im britischen Weihnachtsgeschäft rund eine Tonne Geschenkpapier einsparen, erklärt Warwick Dumas von der Universität von Leicester.
Der Mathematiker Dumas hat im Auftrag des britischen Handelsunternehmens Bluewater durchgerechnet, wie ein Geschenk mit möglichst wenig Papier verpackt werden kann. Außerdem sollte das Packverfahren möglichst geschwind von der Hand gehen. Heraus kam eine Formel für die minimale Geschenkpapierfläche: Diese entspricht der gesamten Oberfläche des Geschenks, berechnet aus Höhe mal Breite mal zwei plus Höhe mal Tiefe mal zwei plus Breite mal Tiefe mal zwei. Hinzu kommt dann als Zugabe für das Kleben das Doppelte des Quadrats der kleinsten Seitenlänge.
Wer nicht gerade einen Taschenrechner zur Hand hat, kann auch die einfachere Faustformel verwenden: Die Länge des Papiers entspricht dem Umfang des Geschenks mit einer Zugabe von rund zwei Zentimetern fürs Kleben. Die Breite des Papiers sollte etwas über der Summe von Geschenkbreite und -tiefe liegen.
Wenn ein zylinderförmiges Geschenk verpackt werden soll, empfiehlt es sich, das Geschenkpapier herumzurollen und an den beiden Enden umzuschlagen. Wenn allerdings der Radius größer als 88 Prozent der Höhe ist, sollte das Geschenk wie ein Quader verpackt werden, erklärt Dumas. Die meisten Kunden werden allerdings trotz der Geschenke-Einpackformel eher mit Augenmaß als mit Lineal und Taschenrechner die Papiergröße bestimmen. Das Unternehmen Bluewater hat daher angekündigt, in Workshops seinen Kunden die Formel und weitere Verpackungstricks näherzubringen.
Mitteilungen der Universität von Leicester ddp/wissenschaft.de ? Martin Schäfer