“Wenn wir verhindern könnten, dass die NGK2D-Liganden in den Blutkreislauf abgegeben werden, wäre das ein vielversprechender neuer Therapieansatz gegen Krebs”, erklärt Salih. Die Forscher wollen noch einen Schritt weiter gehen und das Immunsystem sogar unterstützen. Denn in weiteren Experimenten entdeckten sie, dass mittels bestimmter Medikamente die Produktion von NKG2D-Liganden in Tumorzellen erhöht werden kann. “Auf diese Weise würde die Immunantwort der Killer-Lymphozyten gegen die Krebszellen sogar verstärkt”, erläutert Steinle. “Bis zum klinischen Einsatz unserer Studienergebnisse ist jedoch weiterhin intensive Forschungsarbeit nötig.”
Seit 2002 wurden die Arbeitsgruppen von Salih und Steinle von der Deutschen Krebshilfe gefördert. In dieser Zeit veröffentlichten die Wissenschaftler bereits vierzehn wissenschaftliche Artikel über ihre Forschungsergebnisse auf diesem Gebiet in renommierten internationalen Fachmagazinen. Gerd Nettekoven, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krebshilfe, betont: “Fortschritte in der Krebsforschung erfordern nicht nur viel Geduld und Ausdauer, bis sie den Betroffenen zu Gute kommen können, sondern auch einen gesicherten finanziellen Rückhalt über einen längeren Zeitraum. Dieses Projekt ist ein gutes Beispiel für eines der Hauptanliegen der Förderinitiativen der Deutschen Krebshilfe: Die hohe Qualität der onkologischen Forschung in Deutschland weiter zu steigern, um die Heilungschancen der Betroffenen zu erhöhen.”





