Explosionen verursachen mehr und kleinere Fragmente als ein harter Aufprall, stellten die Wissenschaftler bei diesen Versuchen fest. Je höher der Druck bei der Explosion, desto mehr Trümmer und desto weniger große Bruchstücke bildeten sich. Wie viele Teilchen welcher Größe entstehen, kann mit einer mathematischen Gleichung berechnet werden. Solche Gleichungen seien auch schon früher für brechendes Glas oder zerschmetterte Steine aufgestellt worden, sagt Herrmann. Eine geschlossene Schale aus einem brüchigen Material, auf die von innen ein hoher Druck ausgeübt wird, verhalte sich jedoch ganz anders.
Der Zusammenhang zwischen dem Druck und der Größe der Fragmente gelte nicht nur für Eier, sondern auch für andere Systeme mit geschlossenen Hüllen wie Gastanks oder Flugzeuge, berichtet “Nature”. Unter der Voraussetzung, dass genügend Bruchstücke nach einem Flugzeugunglück oder einer Gasexplosion gefunden werden könnten, sei es möglich, mithilfe des Eierschalenmodells Rückschlüsse auf die Ursache der Explosion zu ziehen. Möglicherweise könne auch die Größe fehlender Fragmente archäologischer Fundstücke rekonstruiert werden, spekuliert Herrmann.




