„Eine Bruchzone, die sich vor 130 Millionen Jahren von Südafrika bis nach Libyen erstreckte, hätte Afrika entlang einer Nord-Süd Achse in zwei Teile gespalten,” erklärt Sascha Brune vom GFZ. Dieser sogenannte Westafrikanische Rift verlor aber offenbar gegen eine alternative Bruchstelle: „Wir konnten zeigen, dass eine konkurrierende Riftzone entlang des heutigen Äquatorial-Atlantiks in einer dramatischen plattentektonischen Wendung die Spaltung Afrikas und damit die Entstehung eines ‚Sahara-Atlantiks‘ verhinderte.”
Die komplexen Modelle liefern einen verblüffend einfachen Grund für den Verlauf dieses Prozesses: Je größer der Winkel zwischen Bruchzone und Dehnungsrichtung ist, desto mehr Kraft benötigt ein Riftsystem zum Aufbrechen, erklären die Forscher. Genau dieser Aspekt war offenbar der entscheidende Unterschied zwischen den beiden möglichen Bruchstellen. Der Verlauf des Westafrikanischen Rifts besaß im Vergleich zu seinem äquatorialatlantischen Konkurrenten einen größeren Winkel zu der westwärtigen Dehnungsrichtung. So konnte die äquatorialatlantische Bruchstelle leichter aufreißen und der Nordwesten Afrikas blieb ein Teil des schwarzen Kontinents, erklären die Forscher.





