Die tropischen Wetterphänomene “El Ninos” und “La Nina” haben in den letzten 21 Jahren deutlich zugenommen. Laut der Untersuchung von US-Klimatologen führt dies sowohl zu extremen Dürren als auch zu extrem hohen Regenfällen, wobei die Dürren auf dem Festland überwiegen. Alle zwei Jahre hat sich “El Nino” in den letzten zwei Jahrzehnten gezeigt – früher war es nur jedes dritte bis vierte Jahr.
Robert Adler vom NASA Goddard Space Flight Center und Scott Curtis von der University of Maryland (UMBC) haben die Ergebnisse ihrer Tropical Rainfall Measuring Mission (TRMM) auf dem Jahrestreffen der American Meteorological Society in Albuquerque, New Mexiko vorgestellt. Die Wissenschaftler sehen langfristig durch die veränderten Klimaverhältnisse eher die Dürren zunehmen als die extremen Regenfälle.
Laut ihrem Bericht hat sich mit der Zunahme “El Ninos”, der im pazifischen Raum vorkommt, auch die Häufigkeit seines Pendants im atlantischen Raum “La Nina” erhöht. Global gesehen, so Curtis, sind die Niederschläge im zentralen Afrika eher gesunken, im Indischen Monsunbereich dagegen eher gestiegen. Die Veränderungen im tropischen Bereich sei auf eine Kombination von “El Ninos”” und “La Niña” zurück zu führen. Curtis warnt jedoch vor voreiligen Schlüssen, denn für klimatische Langzeittrends müsse man deutlich mehr Jahre auswerten.
Frieder Graef





