Wenn eine interstellare Wolke eine bestimmte Masse überschreitet, beginnt sie sich unter dem Einfluss der eigenen Schwerkraft zusammenzuziehen. Das gewaltige Gebilde zerfällt in viele kleinere Fragmente, die jedes für sich weiter schrumpfen. Die Bewegung der Wolke in der Milchstraße und innere Turbulenzen im Gas sorgen dafür, dass der große Nebel und seine einzelnen Verdichtungen sich zu drehen beginnen. Je weiter sich eine Wolke zusammenzieht, desto schneller rotiert sie. Diesen Effekt kennt man von Eistänzerinnen, die eine Pirouette drehen: Ziehen sie die Arme zum Körper, wirbeln sie immer schneller herum. Die Drehbewegung verursacht starke Fliehkräfte, die den Nebel senkrecht zur Rotationsachse auseinander ziehen. Dadurch nimmt er die Form einer Scheibe an. Im Zentrum dieses kosmischen Diskus formiert sich der Stern, in den Außenbereichen verdichtet sich der Staub zu Planeten.





