Was Außerirdische mit Superteleskopen von unserem Planeten wissen könnten, hat Sara Seager vom Massachusetts Institute of Technology herausgefunden. Selbst ein „Bild” aus einem einzigen Pixel (Bildpunkt), verfolgt über einen langen Zeitraum, würde genügen, um herauszufinden, wie rasch der Planet rotiert, wie ungefähr die Wetterdynamik abläuft und dass die Erde aus Ozeanen und Landmassen besteht. Das ist angesichts der geringen Datenmenge schon erstaunlich – zum Vergleich: Handy-Kameras machen Fotos mit Millionen Bildpunkten. Die Forscher entwickelten ihr Planetenmodell aus den Daten von Wettersatelliten. Das funktioniert nur, wenn Wolken einen Teil der Erdoberfläche bedecken, was von außerirdischen Beobachtern als Helligkeitsschwankungen wahrgenommen wird. Diese Schwankungen sind unabhängig davon, ob der Planet Ozeane aus Wasser besitzt, aus flüssigem Methan (wie der Saturnmond Titan) oder aus geschmolzenen Silikaten. Zwar variieren Ort und Menge der Wolken von Tag zu Tag. Ihr Gesamtmuster bleibt aber relativ konstant und lässt sich – mit hinreichend langer Beobachtung – „herausrechnen” , um noch mehr Informationen aus dem spärlichen reflektierten Planetenlicht und seinen Veränderungen zu gewinnen.





