Physikprofessor sammelt auf seiner Homepage alles über die Pioniere der Schneeflocken-Forschung, sowie die Klassifikation und Herstellung von Schneeflocken
Der Physikprofessor Ken Libbrecht vom California Institute of Technology ist erstaunt über die Resonanz, die seine Internetseite über Schneekristalle hervorgerufen hat. Außer von Wissenschaftlern, die seine Informationen für Forschungszwecke benötigen, bekommt er E-Mails von den unterschiedlichsten Leuten. “Meine Lieblings-E-Mail”, erzählt Libbrecht, “stammt von einer Frau, die sich mit Schneeflockenbildern tätowieren lassen wollte. Sie benutzte die Bilder meiner Seite, um sicher zu stellen, dass ihre Entwürfe auch realistisch werden.”
Als Libbrecht sich vor vier Jahren erstmals für Schneekristalle interessierte, hatte er große Schwierigkeiten, an die gesuchten Informationen heranzukommen. “Die Informationen waren überall verstreut, meistens in jahrzehnte alten Büchern oder Zeitschriften”, sagt Libbrecht. Damit war die Idee zu seiner Schneekristallseite geboren.
Neben der Physik der Schneekristalle finden sich auf Libbrechts Seite Informationen über die Pioniere der Schneekristallforschung, über die Klassifikation von Schneeflocken und über die Rolle der Schneeflocken in Werbung und Kultur. Außerdem erklärt Libbrecht, wie man mit geringem Aufwand seine eigenen Schneeflocken herstellt.
Libbrecht beantwortet zudem die alte Frage, warum es keine zwei identischen Schneeflocken gibt: “Sie sind wie Gesichter. Wenn Schneekristalle geboren werden, sind sie sehr klein und einfach und sehen gleich aus. Wenn sie wachsen, tun sie das auf leicht unterschiedliche Weise. Mit der Zeit erhält jede ihre einzigartige, komplexe Form.” (Quelle: American Institute of Physics)
Axel Tillemans





