Eine Gruppe von Forschern des Brookhaven Nationallaboratoriums und der Universität von Florida hat eine neue Methode zur Untersuchung der elektrischen Leitfähigkeit von Nanodrähten entwickelt. Dabei werden diese mit einem energiereichen Elektronenstrahl beschossen und so elektrisch geladen. Ziel dieser Untersuchungen ist die Identifizierung von organischen Nanodrähten für den Einsatz in Solarzellen und anderen optoelektronischen Geräten.
John Miller und seine Kollegen benutzten einen Teilchenbeschleuniger zur Erzeugung eines Strahls schneller Elektronen. Dieser Strahl wurde dann durch einen Behälter mit einer organischen Flüssigkeit geschossen, die mit Nanodrähten aus Kunststoff angereichert worden war.
Durch den Elektronenbeschuss verloren die Moleküle des organischen Lösungsmittels Elektronen, die daraufhin von den Nanodrähten aufgenommen wurden. Diese wurden somit elektrisch geladen, und die Forscher konnten anschließend den Transport dieser Ladungen entlang des Kohlenstoffgerüsts der Nanodrähte verfolgen. Dazu wurden bestimmte Stellen des Gerüsts mit Molekülkomplexen gekennzeichnet, die freie Elektronen unter Lichtaussendung einfangen konnten.
Miller glaubt, dass ein genaueres Verständnis der Leitfähigkeit von organischen Molekülen die Herstellung von billigen und dennoch effizienten organischen Solarzellen in greifbare Nähe rücken wird. Derartige organische Elektronikkomponenten wären zudem sehr flexibel und könnten somit komplexen geometrischen Forschen angepasst werden.
Stefan Maier





