Sanierungspflicht in Deutschland
Aktuell gibt es in Deutschland keinen generellen Sanierungszwang von Altbauten. Allerdings schreibt das Gebäudeenergiegesetz (GEG) inzwischen einige Maßnahmen vor, die nach einem Eigentümerwechsel durch Kauf oder Vererbung innerhalb von zwei Jahren umzusetzen sind.
Zu diesen Pflichtmaßnahmen gehört es zum einen, Heizungen auszutauschen, die älter als 30 Jahre sind. Darüber hinaus müssen das Dach und alle Heizungsrohre gedämmt werden. Nicht alle Eigentümer sind also von obligatorischen Sanierungsmaßnahmen betroffen. Dennoch kann sich eine Sanierung langfristig sehr positiv auf die monatlichen Fixkosten auswirken. Hierzu kann ein Portal mit Expertise im Bereich Sanierung und Renovierung wie Sanierungsexperte zurategezogen werden, um die bestmöglichen Maßnahmen für eine langfristig verbesserte Energieeffizienz des eigenen Hauses zu erörtern. Altbausanierungen sind jedoch auch in einem größeren Kontext zu sehen, denn nicht nur der eigene Geldbeutel leidet langfristig unter schlecht gedämmten Häusern und alten Heizungssystemen. Auch die CO₂-Bilanz fällt im Altbau überaus negativ aus.
Gebäudesektor für bis zu 40 % des CO₂ verantwortlich
Viele Menschen denken beim Thema CO₂-Ausstoß zuerst an Autos, Flugzeuge oder die Industrie und Landwirtschaft. Tatsächlich aber spielen Gebäude eine deutlich größere Rolle, als man zunächst vermuten würde. Laut dem Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI) verursacht der Gebäudesektor in Deutschland rund 16 % der gesamten Treibhausgasemissionen. Dieser Anteil entstehe vor allem durch den Energieverbrauch für Heizung, Warmwasser und Strom in Wohngebäuden. Diese 16 % beziehen sich allerdings nur auf die direkte Nutzung der Gebäude. Betrachte man zusätzlich die Emissionen, die beim Bau von Gebäuden entstehen, also zum Beispiel durch die Herstellung von Baustoffen wie Beton oder Stahl, falle der Anteil noch deutlich höher aus.
Laut dem Gebäudereport 2025 der Deutschen Energie-Agentur (dena) könnte der Gebäudesektor dann insgesamt für bis zu 40 % der CO₂-Emissionen verantwortlich sein. Was den Klimaschutz betrifft, spielen Gebäude also nicht nur im Hinblick auf ihre tägliche Nutzung eine Rolle, sondern bereits ab dem ersten Grundstein. Da in Deutschland ein großer Teil aller genutzten Gebäude aus älteren Baujahren stammt, ergibt sich Experten zufolge genau hier also enormes Einsparpotenzial. Altbauten verbrauchen in der Regel deutlich mehr Energie als moderne Neubauten, insbesondere beim Heizen. Laut Forschung ist der Gebäudesektor daher ohne Zweifel ein zentraler Hebel im Klimaschutz.





