Die erste Theorie zur Entstehung der doppelten Meteorspuren stammt aus dem Jahr 1907. Damals wurde angenommen, dass sich beide Spuren in einem einzigen Kanal glühend heißer Gase hinter dem Meteoriten ausbilden.
Meteoriten können gleichzeitig zwei verschiedene Leuchtspuren am nächtlichen Himmel hinterlassen. Wie sich diese Schweife in rund hundert Kilometern Höhe bilden, erklären amerikanische Forscher in der Fachzeitschrift Geographical Research Letters (Bd. 30, S. 2202; DOI: 10.1029/2003GLO18312).
Michael Kelley und seine Kollegen von der Cornell-Universität in Ithaca (USA) hatten die Leuchtspuren von Meteoriten während zweier Leoniden-Meteoritenschauer untersucht. Mithilfe eines Laserstrahls konnten die Forscher zeigen, dass die eine Schleppe aus vom Meteor freigesetzten Gasen besteht, während die zweite sich aus glühendem kosmischen Staub zusammensetzt. Diese zweite Spur kann sogar Dutzende Meter unter der leuchtenden Gasspur liegen, erklären die Wissenschaftler.
ddp/bdw – Sandra Saladin





