Quasare sind Objekte von der Größe unseres Sonnensystems, die eine Leuchtkraft von Milliarden Sonnen haben. Sie sind die Kerne sogenannter “aktiver Galaxien”, in deren Zentrum ein supermassives Schwarzes Loch Unmengen von Materie verschlingt. Die Phase der Aktivität dauert wahrscheinlich etwa hundert Millionen Jahre an. Jäger und seine Kollegen konnten jetzt erstmals bei einem älteren Quasar belegen, dass die Aktivität wahrscheinlich durch die Kollision zweier Galaxien ausgelöst wird. Auf dem neuen Foto wird diese These belegt. Die Aufnahme zeigt erstmals Details in der unmittelbaren Umgebung eines so weit entfernten Quasars.
Zum einen ist eine kleinere Galaxie in einer Entfernung von etwa 20.000 Lichtjahren zum Quasar zu sehen, zum anderen zwei bogenförmige Ausläufer, von denen der eine 150.000 Lichtjahre lang ist. Diese beiden Schweife, so nehmen Jäger und seine Kollegen an, sind Zeugen dafür, dass die Gezeitenkräfte zwischen dem Quasar und seinem kleineren Begleiter die nötige Materie zum Schwarzen Loch schleusen, um die Aktivität aufrecht zu erhalten.
Bei näher gelegenen Galaxien kennt man solche Kollisionen schon länger, etwa bei den bekannten Antennen-Galaxien. Neuere Forschungsergebnisse belegen, dass viele näher gelegene Quasare im Zentrum von elliptischen Galaxien liegen, die vermutlich durch das Verschmelzen von Spiralgalaxien entstehen. “Diese spezielle Galaxie wird sich vermutlich ebenfalls in eine elliptische Galaxie entwickeln, wie wir sie bei näher gelegenen Objekten beobachten, also zu einem viel späteren Zeitpunkt”, so Jäger.





