Radiowellen, ob mit einer Frequenz von bis zu 30 KiloHertz oder hochfrequent wie für Radio- oder TV-Übertragungen, reisen ebenfalls mit Lichtgeschwindigkeit. Hochfrequente Wellen schwingen aber viel zu schnell, um Gegenstände zum Vibrieren zu bringen. Das Problem der Forscher lag bisher in der fehlenden Erklärung, warum ein Meteor niedrigfrequente Radiosignale abgeben sollte.
“Es war ein kniffliges Problem”, berichtet Keay, der in den 70er Jahren mit seiner Forschung an den so genannten “elektrophonen Meteor-Geräuschen” begann. Er stützte sich auf eine astrophysikalische Theorie, die Sonneneruptionen mit verwundenen magnetischen Feldern erklärt. Keay erklärt, dass ein Meteor oder Meteorit, der durch die Erdatmosphäre rast, die Luft um sich herum zu einem Plasma wandelt, zu einer Wolke ionisierten Gases. Plasmen können Magnetfelder “einfangen und mitschleppen” und sie verwirbeln.
“Das Plasma [im Schweif mancher Meteore] wirbelt so schnell herum, dass das Magnetfeld durcheinandergeraten kann wie Spaghetti”, so Keay. Kühlt das Plasma ab und kehren Elektronen zu den ionisierten Atomen zurück, so ist das Magnetfeld plötzlich frei, sich wieder auszurichten. Und dabei, so der Physiker, werden niedrigfrequente Wellen abgegeben. In Laborversuchen konnte Keay mit solchen Wellen sogar eine Brille zum Vibrieren bringen.




