Wenn man Wasser erhitzt, fängt es im Topf nach einer Weile an zu rauschen – zunächst immer lauter, dann plötzlich ganz leise, bis schließlich das Wasser laut blubbernd kocht. Woher kommen diese Geräusche?
Beim Erhitzen wird das Wasser unten im Topf schneller heiß als oben. Sobald es am Topfboden die Siedetemperatur von 100 Grad Celsius erreicht, beginnt es zu verdampfen: Kleine Wasserdampfblasen steigen auf. Sie kollabieren in den oberen Wasserschichten, weil das Wasser dort noch nicht die Siedetemperatur erreicht hat. Der aufsteigende Dampf wird also wieder zu flüssigem Wasser. Dabei wird Energie frei – als Schall. Das erste Rauschen ist zu hören. Je mehr Dampfblasen aufsteigen und zerplatzen, desto lauter wird es. Erst wenn das gesamte Wasser fast die Siedetemperatur erreicht hat, geht es wieder ruhiger zu. Denn nun dringen die Dampfblasen bis zur Wasseroberfläche vor, wo sie sich leise in Luft auflösen. Sekunden später blubbert und sprudelt es im ganzen Topf – das Wasser kocht.





