Der Asteroidengürtel: Ein buntes Sammelsurium
„ Wir kommen zu dem Schluss, dass die großen Planeten die Asteroiden wie Flocken in einer Schneekugel durcheinandergewirbelt haben”, so die Astronomin. Sie und ihre Kollegen haben alle verfügbaren Daten über die bekannten Brocken des Asteroidengürtels ausgewertet. Vor allem die Ergebnisse zu den kleineren Himmelskörpern verdeutlichten: Der Asteroidengürtel ist noch vielfältiger zusammengesetzt als bisher angenommen. „Er ist ein Sammelsurium von Objekten, die von unterschiedlichen Orten stammen”, resümiert DeMeo. Den größten Wirbel hat wohl der Jupiter einst veranstaltet: Er kam vermutlich bei seiner Einreise aus den Außenbezirken des Sonnensystems der Sonne so nah wie heute der Mars. Auf dem Weg zurück zu seiner heutigen Position hat er dann sein turbulentes Werk vollendet. Das Endresultat: Der Asteroidengürtel beherbergt heute Objekte, die ursprünglich aus der Sonnennähe stammten, aber auch solche, die einst so weit draußen kreisten wie heute der Neptun.
Die turbulente Geschichte des Sonnensystems hat vermutlich auch die Erde entscheidend geprägt, betonen die Wissenschaftler. Man geht heute davon aus, dass einst Asteroiden unseren jungen Heimatplaneten mit dem Element beliefert haben, das heute sein blaues Markenzeichen ist: dem Wasser. Vermutlich hat erst der aufrührerische Effekt der Planetenmigration diese Asteroiden auf den segensreichen Kollisionskurs mit der Erde gebracht. Ähnliche Effekte könnten auch ferne Planetensysteme geprägt haben, oder aber die Eigenschaften der Erde sind tatsächlich etwas eher Ungewöhnliches im Universum, sagen die Forscher.





