Wer gezielt nach einem Zahnarzt Angstpatienten Leipzig sucht, findet entsprechende Angebote etwa im Zahnzentrum Leipzig MVZ. Was in unserer modernen Welt so selbstverständlich ist, hat eine lange Vorgeschichte, und Menschen in früheren Zeiten mussten sich auf deutlich brachialere Weise behandeln lassen, wenn sie ihre Zahnleiden beenden wollten.
Was sind die Anfänge der modernen Oralchirurgie und Implantologie, was unterscheidet die beiden Bereiche voneinander und welche neuen Entwicklungen gibt es in diesem Gebiet?
Oralchirurgie und Implantologie im Überblick
Oralchirurgie und Implantologie sind zwei separate, sich aber stark überschneidende Teilbereiche der Zahnmedizin. Während Oralchirurgie generell Operationen im Mund/Kiefer bezeichnet, etwa das Entfernen von Zähnen oder Zysten im Kiefer, die Freilegung von verlagerten Zähnen oder auch die Entfernung gutartiger Veränderungen/Tumoren im Mund- und Kieferbereich, konzentriert sich die Implantologie vornehmlich auf das Ersetzen fehlender Zähne durch Implantate. Allerdings ist auch das Einsetzen eines Implantats ein chirurgischer Eingriff, weshalb viele Praxen sowohl auf Oralchirurgie als auch auf Implantologie spezialisiert sind.
Heute sind oralchirurgische Eingriffe und das Setzen von Zahnimplantaten Routineeingriffe und häufig durchgeführte Verfahren, die etwa im Zahnzentrum Leipzig MVZ durchgeführt werden, dessen Standort Lindenau unter dem Namen Oralchirurgie Leipzig Lindenau auftritt. Allein in Deutschland werden jährlich rund eine Million Implantate von Zahnärzten eingesetzt. Wie aber war das in früheren Zeiten und wie hat sich die moderne Oralchirurgie und Implantologie entwickelt?
Die frühen Ursprünge der Oralchirurgie und Implantologie
Die Anfänge bzw. die Urgeschichte dessen, was die heutige Oralchirurgie und die Implantologie hervorbrachten, werden wissenschaftlich durchaus kontrovers diskutiert, wobei nicht infrage gestellt wird, dass Oralchirurgie deutlich älter ist als die Implantologie. Es gibt Funde, die belegen, dass Menschen bereits vor 14.000 Jahren in der Lage waren, Karies mit scharfen Steinwerkzeugen aus Zähnen zu entfernen und die Löcher zu verschließen. Die älteste nachweisbare Zahnfüllung bestand aus einem Gemisch aus Pflanzenfasern und Bitumen, aus der Jungsteinzeit sind Bienenwachsfüllungen bekannt und später kamen Metalle und schließlich moderne Materialien dazu.
Das Entfernen von Karies und das Füllen der Löcher kann als Vorstufe von dem angesehen werden, was die Etrusker ab dem 7. Jahrhundert vor Christus schließlich weiterentwickelten. In Gräbern aus dieser Zeit bzw. in den Kiefern der Bestatteten fand man Zahnersatz aus menschlichen oder auch tierischen Zähnen, die mit Goldbändern zu Brücken verbunden wurden. Diese dienten nicht nur zur optischen Wiederherstellung des Gebisses, sondern konnten auch beim Essen eine Funktion erfüllen. Diese frühe handwerkliche Kunst und das Wissen darum gingen mit dem Untergang der Etrusker bis zum 1. Jahrhundert vor Christus allerdings verloren und wurden erst später wiederentdeckt.
Vom Zahnwurm zum Zahnbrecher – Zahnmedizin im dunklen Mittelalter
Das Mittelalter wird oftmals als das „dunkle Zeitalter“ bezeichnet, und das war es unter anderem auch für alle, die damals unter Zahnschmerzen litten. Eine Zahnbürste hatte damals noch niemand neben der Waschschüssel stehen, und Zahnersatz oder Prothesen gab es zumindest auf dem europäischen Kontinent äußerst selten. Über Karies und seine Entstehung war wenig bis nichts bekannt und für die breite Bevölkerung war klar, dass der „Zahnwurm“ für Zahnlöcher und die damit einhergehenden Schmerzen verantwortlich ist.
Die einzige Lösung bestand im radikalen Ziehen der Zähne, meist mit brachialen Methoden und nicht von ausgebildeten Zahnärzten, sondern von sogenannten „Zahnbrechern“, was Apotheker und Drogisten, aber auch Barbiere, Schmiede oder Schuhmacher sein konnten. Dass die Behandlungen nicht mit den Methoden, die ein Zahnarzt in Leipzig heute anwendet, zu vergleichen waren, steht außer Frage. Verbessern sollte sich die Situation für Patienten im 18. Jahrhundert.
Pierre Fauchard und die Entwicklung der modernen Zahnheilkunde
Die Behandlungsmethoden des Mittelalters hatten selbstverständlich nichts mit Wissenschaft zu tun. Langsam ändern sollte sich dies erst mit dem 1678 geborenen französischen Arzt Pierre Fauchard, der die Zahnheilkunde auf eine wissenschaftliche Basis stellte und als der „Vater der modernen Zahnmedizin“ in die Geschichte einging. Um sich von den seinerzeit praktizierenden „Zahnbrechern“, die er als Scharlatane bezeichnete, abzugrenzen, prägte Fauchard den Begriff Zahnchirurgen für sorgfältig praktizierende Zahnheilkundler.
Er beschäftigte sich sowohl mit dem Ziehen von Zähnen als auch mit deren Erhaltung, beschrieb diverse Zahnersatzlösungen, etwa künstliche Zähne und Methoden, diese am Kiefer zu befestigen, entwickelte und verbesserte zahnmedizinische Instrumente und setzte sich schon früh mit Zahnfehlstellungen und deren Korrektur auseinander. Mit seinem Werk legte er fundamentale Grundlagen für viele Bereiche der modernen Zahnmedizin, unter anderem auch der Oralchirurgie und Implantologie.
Moderne Zahnmedizin zwischen Funktion und Ästhetik
Mit zunehmendem Einzug der Wissenschaft in die Zahnmedizin verbesserten sich die Diagnostik, die Behandlungsmöglichkeiten und die allgemeine Versorgung von Patienten deutlich. Die bedeutendsten Fortschritte auf dem Gebiet der Implantologie lagen nicht allein in der Entwicklung immer neuer Implantationsformen, sondern vielmehr in der Verwendung von Titan und der Entdeckung der sogenannten Osseointegration, die es ermöglicht, dass ein Implantat dauerhaft mit dem Kieferknochen verwachsen kann.
Heute bieten spezialisierte Praxen, in Leipzig zum Beispiel das Zahnzentrum Leipzig MVZ mit seinen Standorten im Zentrum und in Lindenau, nicht nur medizinisch notwendige Behandlungen an, sondern vermehrt auch ästhetische Zahnbehandlungen, die das Erscheinungsbild von Zähnen und Zahnfleisch verbessern.
Häufig gestellte Fragen
Wann entstanden die ersten Formen von Zahnersatz?
Bereits in der Antike entwickelten verschiedene Kulturen Formen des Zahnersatzes. Besonders bekannt sind die Etrusker, die etwa ab dem 7. Jahrhundert v. Chr. Zahnbrücken aus Goldbändern und menschlichen oder tierischen Zähnen herstellten.
Wie lange dauert eine Weisheitszahn-OP?
Die genaue Dauer ist von mehreren Faktoren und der individuellen Situation des Patienten abhängig. Die Entfernung eines Zahns dauert ungefähr 15 bis 30 Minuten, bei mehreren oder komplizierten Fällen kann der Eingriff auch länger dauern.
Wer gilt als Vater der modernen Zahnmedizin?
Der französische Arzt Pierre Fauchard gilt als der wichtigste Begründer der modernen Zahnmedizin.
Sind Zahnimplantate heute ein Routineeingriff?
Ja, das Einsetzen von Zahnimplantaten gehört heute zu den etablierten Behandlungen der Zahnmedizin. Je nach individueller Ausgangssituation und notwendigem Eingriff kann die Behandlung von Zahnärzten, Oralchirurgen oder Mund- und Kieferchirurgen durchgeführt werden.





