Wenn die Neutrinos Masse haben, dann ist es nämlich möglich, dass sich Elektron-Neutrinos in eine andere Neutrinosorte umwandeln. Eine ähnliche Umwandlung konnten auch Caldwell und seine Kollegen nachweisen. Ihre Messergebnisse zeigen die Umwandlung der Antiteilchen von Mü-Neutrinos in Anti-Elektron-Neutrinos. Zusammen mit früheren Ergebnissen konnten sie daraus berechnen, dass Neutrinos an der Gesamtmasse des Universums einen Anteil von mehr als einem Prozent haben.
Auch bei Atmosphären-Experimenten hat man vergleichbare Umwandlungen beobachtet. Aus jeder der drei Neutrino-Messungen kann man nun die Massendifferenz zwischen den jeweils beteiligten beiden Neutrinosorten bestimmen. Das Problem: Aus zwei Massedifferenzen kann man bereits die dritte berechnen ? und diese Rechnung stimmt nicht mit dem experimentellen Ergebnis überein.
Caldwell glaubt deshalb an die Existenz einer vierten Neutrinoart. Aus anderen Experimenten weiß man aber, dass es keine weitere Neutrinoart geben kann, die mit der schwachen Kraft wechselwirkt. Dieses “sterile Neutrino” könnte sich deshalb nur über seine Gravitation bemerkbar machen.





