Vergleich mit Realbildern bestanden
Doch wie gut klappt das Verfahren wirklich? Dieser Frage sind die Forscher durch Tests nahegegangen. Sie präsentierten einer Gruppe von Probanden dazu Kinderfotos und Aufnahmen im weiter fortgeschrittenen Alter von 82 Personen. Bei den Bildern handelte es sich sowohl um reale Fotos der jeweiligen Person als auch um von der Software erzeugte Versionen mit den Kinderbildern als Ausgangsmaterial. Die Probanden sollten nun zuweisen, welches Foto echt und welches computergeneriert war. Das Ergebnis zeigte, wie leistungsfähig das Programm ist: „Probanden können meist nicht unterscheiden, ob es sich um ein künstlich gealtertes Kinderbild oder um ein reales Erwachsenen-Foto der jeweiligen Person handelte”, resümiert Co-Autor Steven Seitz das Ergebnis.
Die Software könnte bei der Suche nach Personen hilfreich sein, die seit ihrer Kindheit vermisst sind, sagen die Forscher. Bisher werden dazu von Künstlern gezeichnete Bilder benutzt. Sie versuchen ebenfalls oft ausgehend von Kinderfotos ein möglichst naturgetreues Abbild der jeweiligen Person im Erwachsenenalter herzustellen. Doch die Vorhersage bei Kindern, die jünger als fünf Jahre sind, hat sich als schwierig und aufwendig herausgestellt. Die Software der Forscher kann hingegen auf jedem normalen Computer laufen und binnen 30 Sekunden zu eindrucksvollen Ergebnissen führen, sagen die Wissenschaftler.





