2012 DA14 war am 23. Februar 2012 von Astronomen in einem Observatorium im spanischen Andalusien entdeckt worden. Damals war er noch mehr als vier Millionen Kilometer von der Erde entfernt. Seit dem hat er seine Reise mit einer Geschwindigkeit von 28.100 Kilometern pro Stunde fortgesetzt. Nach bisherigen Berechnungen ist 2012 DA14 etwa 45 Meter groß und hat eine Masse von etwa 130.000 Tonnen. Wer ihn bei seinem Vorbeiflug sehen möchte, muss sich mit einem guten Fernglas bewaffnen. In diesem Fall ist der Asteroid am klaren Nachthimmel als kleiner Punkt zu erkennen, der von Süden nach Norden zieht.
Asteroiden werden immer eine Bedrohung für die Erde sein
Der Einschlag eines Himmelskörpers der Größenordnung von 2012 DA14 würde der NASA zufolge zwar nicht die Menschheit auslöschen, aber durchaus lokale Zerstörungen verursachen. Manche Drehbücher Hollywoods sind also nicht nur reine Fiktion. Die meisten mittelgroßen Asteroiden in unserem Sonnensystem sind bisher noch nicht aufgespürt und damit auch potenziell gefährlich. Irgendwann wird es definitiv heißen: Oh, da kommt Was auf uns zu, sagte Alan Harris vom deutschen Zentrum für Luft und Raumfahrt in Berlin gegenüber bild der wissenschaft. Die Erde hatte in ihrer Geschichte viele Kollisionen mit Asteroiden und das wird auch immer so bleiben. Das letzte große Ereignis, das Experten einem Asteroiden zuschreiben, war die so genannte Tunguska-Explosion, die 1908 Sibirien erschütterte. Eine Fläche so groß wie das Saarland wurde dabei verwüstet.
Man muss sich mal vorstellen, das wäre nicht im dünn besiedelten Sibirien, sondern beispielsweise in Mitteleuropa passiert, betont Harris. Den großen Naturkatastrophen, wie Erdbeben und Vulkanausbrüchen, steht der Mensch hilflos gegenüber. Der Einschlag eines Asteroiden könnte sich dagegen mit bereits vorhandenen Technologien vermeiden lassen, so Harris. Mit einer ausreichenden Vorwarnzeit könnte beispielsweise ein gezielter Beschuss den Himmelskörper von seinem Kollisionskurs abbringen. Es gibt durchaus Verteidigungsmöglichkeiten, also sollte die Menschheit auch Pläne für den Ernstfall parat haben, meint Harris.





