Wenn die Theorie der Supersymmetrie (SUSY) stimmt, existieren noch viel mehr Elementarteilchen als im Standardmodell der Materie. Das leichteste davon wäre stabil, könnte die ominöse Dunkle Materie im All sein und vielleicht schon bald im LHC erzeugt und entdeckt werden. SUSY zufolge haben Fermionen und Bosonen mit ihren halbzahligen beziehungsweise ganzzahligen Spins („Eigendrehimpulsen”) supersymmetrische Partner-Teilchen mit umgekehrten Spins: Sfermionen mit ganzzahligem und Bosinos mit halbzahligem Spin. Im Minimalen Supersymmetrischen Modell (MSSM) existieren zwölf zusätzliche Squarks („rechts- und linkshändige”) und zwölf Antiquarks sowie neun Sleptonen und deren neun Antiteilchen. Es gibt nicht ein Higgs-Boson wie im Standardmodell, sondern fünf: drei neutrale, die ihr eigenes Antiteilchen sind, und je ein elektrisch positives und negatives Higgs mit derselben Masse. Außerdem noch vier Higgsinos sowie die SUSY-Partner der Eichbosonen: ein Gluino, ein Photino, ein Zino und zwei Winos. Allerdings ist die Supersymmetrie in unserem Universum gebrochen. Das führt dazu, dass Photinos, Winos, Zinos und Higgsinos nicht getrennt vorkommen, sondern als gemischte Zustände in Form von vier verschiedenen Neutralinos sowie je zwei geladenen Charginos und Anticharginos. Zieht man eine MSSM-Bilanz, gibt es insgesamt nicht 17 Partikel verschiedener Masse wie im Standardmodell, sondern 32. Zählt man die Antiteilchen dazu, sind es nicht 30, sondern 56. In nichtminimalen SUSY-Modellen existieren sogar noch mehr Partikel, etwa ein zusätzliches Neutralino und Higgs oder weitere Quarks und Squarks.





