In amerikanischen Astronomenkreisen ist es ein offenes Geheimnis: Terra-Forming auf dem Mars ist keine Utopie, sondern lediglich die Frage, ob die Weltgemeinschaft in ihrer Gesamtheit die dazu notwendigen gewaltigen Kosten aufbringen möchte. Ganz intuitiv gewinnt man den Eindruck, dass niemand so recht daran denkt, weil das Ganze natürlich ein langwieriger Prozess sein wird, dessen Ergebnis kein heute Lebender mehr sehen wird.
Ein erster Schritt wäre – so paradox das klingt – eine dichtere CO2-Schicht, um den Treibhauseffekt zu erhöhen und die Temperatur steigen zu lassen. Dies ließe sich auf unterschiedliche Arten bewirken. Eigentlich entscheidend wäre jedoch, größere Mengen H2O in Form von Eis von Jupiters Wassermond – mit dem reichlich irreführenden Namen „Europa” – herbeizuschaffen. Bei der siebenfach geringeren Gravitation des Jupiter-Trabanten wäre dies kostengünstiger, als das Wasser von der Erde ins All zu befördern. Bekanntlich gewinnt man aus Wasser das auch auf dem Mars Wichtigste: den Sauerstoff.
Hermann-Josef Kromer, Bad Urach
Emotion ist gut, doch nicht immer klug
Heft 5/2014
In dem Artikel steht, man sei sich sicher, dass die Klimamodelle stimmen. Ich habe in Essen am 15. Mai den Vortrag „ Energiewende – Vorreiterrolle oder Fiasko?” von Prof. Fritz Vahrenholt gehört. Dieser Vortrag stimmte mich nachdenklich, zumal man weiß, dass die Qualität der Modelle von der Fähigkeit, der Weitsicht und dem Wissen der Ersteller abhängt. Jeder Programmierer ist glücklich, wenn sich der errechnete Verlauf dem tatsächlichen anschmiegt.
Ekkehard Knothe, per E-Mail
Nachbarn im All
Titelgeschichte Heft 6/2014
Ein bisserl stört mich die Euphorie, dass wir in den interstellaren Weltraum vordringen könnten, wenn auch erst in Jahrhunderten. Ob wir dann Exoplaneten besiedeln können oder müssen, steht in den Sternen. Vielleicht ist die Menschheit bis dahin schon ausgestorben.
Renate Breuel, per E-Mail
Ihre Meinung ist gefragt
Leserforum in Heft 7/2014: Energiewende und Ressourcen
Im Buch „Faktor 4″ (Erscheinungsjahr 1995) ist der Idee von Schmidt-Bleek und dem von ihm gegründeten „Faktor 10 Club” ein eigenständiges Kapitel gewidmet. Es wird ausgeführt, dass die Verbesserung um den Faktor 10 beim Verbrauch von Stoffen beziehungsweise Ressourcen leichter zu erreichen ist als bei der Energie. Dies ist richtig und wurde ausweislich der bisher erzielten Recyclingquoten einzelner Stoffe in Ansätzen gezeigt.
In den Ausführungen von Schmidt-Bleek im Interview „Die Enerergiewende erhöht den Ressourcenverbrauch!” wird der Begriff Recycling nicht einmal erwähnt. Stattdessen plädiert er für Nachhaltigkeit und implizit für Konsumeinschränkung. Es ist jedoch nicht angebracht, den bis heute durch die Energiewende eingetretenen Erfolg in Abrede zu stellen, um in reißerischer Manier seine Ideen zu propagieren.
Die Aussagen von Schmidt-Bleek, die besser mit Begriffen wie „ Kreislaufwirtschaft” und „Recycling” bei den Stoffen beziehungsweise „Nachhaltigkeit” bei den Produkten beschrieben werden, sind zu wichtig, um sie durch Diffamierung der Energiewende – die in kürzester Zeit eine respektable Lernkurve (etwa Wirkungsgradsteigerung und Stoffverbrauch bei Solarzellen) geschafft hat – in das öffentliche Bewußtsein zu transportieren.
Der alte weise Mann hat sich bei seinen Ausführungen zu sehr von seinem Zorn leiten lassen.
Dr. Georg Seidel, per E-Mail





