Auf diese Weise konnten die Forscher eine treppenartige Struktur herstellen, die aus Regionen mit Filmdicken von einer, zwei sowie drei Atomlagen bestand. Die Magnetisierung dieser Regionen ließ sich dann durch Abtasten der Oberfläche mit einem Strahl aus Elektronen bestimmen, deren Spins alle in die gleiche Richtung ausgerichtet waren. Bislang wurde ein solcher spinpolarisierter Elektronenstrahl noch nicht auf derartig genau charakterisierte Filme angewendet.
Das Ergebnis der Studie ist überraschend: Die Magnetisierungsrichtung der drei Regionen unterschiedlicher Dicke waren verschieden. De la Figuera zu Folge änderte sich die Richtung der Magnetisierung sprunghaft um jeweils 90 Grad, als der Film von einer auf zwei beziehungsweise drei Atomebenen anwuchs. Genauer gesagt waren die ein- sowie die dreiatomigen Schichten in der Ebene parallel zu der zugrunde liegenden Rutheniumoberfläche polarisiert, die zweiatomige Schicht hingegen senkrecht dazu.
Die Forscher glauben, dass sich dieses Ergebnis durch die unterschiedliche Struktur von Kristallen aus Kobalt und Ruthenium erklären lässt. Dies führt dazu, dass die dünnen Kobaltfilme einer mechanischen Spannung ausgesetzt sind, die von ihrer Dicke abhängt. Eine genaue theoretische Untersuchung dieses Phänomens konnte die Sprünge der Magnetisierung dann auch tatsächlich bestätigen.





