Eine ungewöhnliche Entdeckung machte die Raumsonde Ulysses, als sie durch den Ionenschweif des Kometen McNaught flog. 260 Millionen Kilometer vom Kometenkern entfernt fand die seit 1990 durchs All fliegende Sonde O3+-Ionen – also Sauerstoff-Atome, denen drei der acht Elektronen fehlen. Sie sind Teil des Sonnenwinds und haben Elektronen aus dem Kometenschweif eingefangen, so das Astronomenteam um George Gloeckler von der University of Michigan in Ann Arbor. Normalerweise wären die Atome stärker ionisiert. Ulysses stellte außerdem fest, dass der Sonnenwind in Kometennähe nur mit 400 statt 700 Kilometern pro Sekunde blies. Offenbar „spürt” der Sonnenwind weit jenseits der Marsbahn den Einfluss des kleinen Kometen. Ein rätselhaftes Phänomen– denn beim Flug durch den Schweif des Kometen Hyakutake 1996 registrierte Ulysses kein Abschwächen des Sonnenwinds.





