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Trockenstress in Europas Süden
Erde & Umwelt

Trockenstress in Europas Süden

Die Desierto de Tabernas in Andalusien war Drehort vieler Wüstenszenen in bekannten Hollywood-Produktionen. · Foto: Getty Images / Miguel Sotomayor

In Südspanien, etwa 30 Kilometer nördlich von Almería, liegt ein Gebiet, das wie aus dem Kontinent gefallen scheint: Ja, Spanien hat schon lange mit Trockenheit zu kämpfen. Und ja, im heißen Sommer gibt es hier viele Landstriche, die vertrocknet aussehen. Aber die Gegend im Süden der Gemeinde Tabernas ist noch…
Autor
Redaktion
23. April 2026
Lesezeit
5 Minuten
Rubrik
Erde & Umwelt
Der Süden Europas droht zu veröden. Das liegt vor allem am Umgang des Menschen mit der zunehmenden Trockenheit.

Text: Ralf Stork

In Südspanien, etwa 30 Kilometer nördlich von Almería, liegt ein Gebiet, das wie aus dem Kontinent gefallen scheint: Ja, Spanien hat schon lange mit Trockenheit zu kämpfen. Und ja, im heißen Sommer gibt es hier viele Landstriche, die vertrocknet aussehen. Aber die Gegend im Süden der Gemeinde Tabernas ist noch einmal anders. Extremer. Viele der ockerfarbenen Bergkuppen sind völlig nackt. Der Boden ist durchzogen von tiefen Rissen und Canyons. Nur ein paar Pflanzen wachsen auch unter diesen lebensfeindlichen Bedingungen: harte Gräser und gedrungene Büsche mit kleinen hartleibigen Blättern.

Tatsächlich gilt die Tabernas als die einzige echte Wüste Europas und hat als solche in den vergangenen Jahrzehnten eine gewisse Berühmtheit erlangt. Seit den 60er Jahren dient die karge Landschaft immer wieder als Filmkulisse: Berühmte Spaghetti-Western wie „Für eine Handvoll Dollar“ oder „Zwei Glorreiche Halunken“ sind hier entstanden. Auch für „Lawrence von Arabien“, „Conan der Barbar“, „2001: Odyssee im Weltraum“ oder „Indiana Jones“ wurde hier gedreht – Szenen, die in einer Wüste spielen.

In der Tabernas liegt die durchschnittliche Niederschlagsmenge unter 250 Millimeter pro Jahr, die potenzielle Verdunstung bei mehr als 1.500 Millimeter. Teilt man die Niederschlagsmenge durch die potenzielle Verdunstung, kommt man auf einen Wert von 0,17. Das ist der Ariditätsindex (AI) für Tabernas. Laut Klassifizierung der Welternährungsorganisation FAO zählen alle Gebiete mit einem AI unter 0,65 zu den „Drylands“ (Trockengebieten). Die Tabernas ist danach klimatologisch eine aride Wüstenlandschaft mit ähnlichen Bedingungen wie in der Wüste Negev in Israel.

Allerdings: Mit 280 Quadratkilometern ist die Wüste verhältnismäßig klein – kaum größer als der Nationalpark Harz. Sie ist auf natürliche Weise entstanden, nicht etwa durch menschliches Zutun: In ihrer heutigen Gestalt besteht sie seit mehr als einer Million Jahren. Für die Trockenheit ist verantwortlich, dass die umliegenden Berge die Region vor Regen abschirmen. Auch ihre Größe blieb im Lauf der Zeit weitgehend unverändert.

Die Trockenheit nimmt zu

Andere Trockenregionen dehnen sich in Spanien dagegen inzwischen stark aus, vor allem im Südosten des Landes. Aber nicht nur dort. Im Weltatlas für Wüstenbildung etwa sind schon heute große Teile Spaniens in einem sandigen Orange-Ton ausgemalt.

Der Atlas ist ein Projekt der EU-Kommission, um potenzielle Hotspots der Wüstenbildung zu identifizieren. Die Karte basiert auf globalen Klimadatensätzen für den Zeitraum 1951 bis 2010. Orange steht in der Karte für semiarid mit einem AI von 0,20 bis 0,50. In solchen Gebieten fallen meist nur wenige Hundert Millimeter Niederschlag pro Jahr. Weil die mögliche Verdunstung zwei- bis fünfmal so hoch ist, besteht ein starkes Wasserdefizit.

Auf der Karte sind noch viele weitere Flächen rund ums Mittelmeer orange dargestellt: auf Sardinien, Sizilien, Kreta, Zypern und der Krim, in Südostitalien, Griechenland, der Türkei sowie an der rumänischen Schwarzmeerküste.

Das Problem konzentriert sich jedoch tatsächlich nur auf den Süden des Kontinents. Für Deutschland, ganz Nordeuropa, das Baltikum, Polen, die BeNeLux-Staaten und weite Teile Frankreichs ist laut der Prognosen bis zum Jahr 2100 keine deutliche Zunahme der Trockenheit zu erwarten.

Eine andere Karte im Atlas zeigt, wie sich die Trockenzonen von 1951 bis 2010 auf der Welt verändert haben: Farbige Punkte stehen für den Übergang in die nächsthöhere Ariditätsklasse. Rund ums Mittelmeer finden sich besonders viele rote Punkte, wieder vor allem auf der Iberischen Halbinsel. Sie zeigen die Gebiete, in denen sich das Klima innerhalb der letzten Jahrzehnte von mäßig feucht (AI 0,50-0,65) zu halbtrocken verschoben hat – in denen der Niederschlag also spürbar zurückgegangen und die Verdunstung gestiegen ist.

Für die Landnutzung hat eine solche Verschiebung gravierende Folgen. Im mäßig feuchten Klima ist Wasser zwar schon knapp, Ackerbau ist aber immer noch gut möglich. Im halbtrockenen Klima wird Landwirtschaft hingegen immer schwieriger und teurer, unter anderem, weil hohe Erträge nur mit intensiver Bewässerung möglich sind. Die Prognosen für die Jahre 2071 bis 2100 sehen für ganz Südostspanien den Übergang von halbtrockenem zu trockenem Klima voraus. In Griechenland, in der Türkei und rund ums Schwarze Meer werden dann viele Gebiete erstmals ein halbtrockenes Klima haben.

Veränderung der Niederschlagszonen

„Die Verschiebungen, die der Weltatlas zur Wüstenbildung zeigt, sind rein klimatischer Natur“, sagt Seifeddime Jomaa vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) in Magdeburg. Direkte menschliche Einflüsse wie Entwaldung oder Übernutzung sind dabei nicht erfasst.

Der Hydrologe Jomaa erforscht dagegen unter anderem, was der Zusammenhang von Klimawandel, Wassernutzung und Ökosystemen insbesondere im Mittelmeerraum bedeutet.

Der Einfluss der menschlichen Nutzung

Im Klimawandel haben sich die Niederschlagszonen in Europa verschoben. Die Klimaerwärmung und ihre Auswirkungen lassen sich zumindest mittelfristig nicht zurückdrehen. Aber der Mensch hat starken Einfluss darauf, wie sich die Trockenheit konkret auswirkt. Häufig entscheidet erst die Art der Nutzung oder Übernutzung darüber, ob sich der ökologische Zustand einer Landschaft und ihre landwirtschaftliche Leistungsfähigkeit verschlechtern oder nicht.

Jomaa ist Mitautor einer Studie, die sich mit den sich verändernden Grundwasserständen an mehr als 12.000 Probestellen in Südwesteuropa beschäftigt. Die Studie zeichnet Veränderungen im Zeitraum von 1960 bis 2020 nach, insbesondere auch den Einfluss, den menschliche Nutzung auf die Grundwasserstände hat. Bei 68 Prozent der Entnahmestellen war der Grundwasserspiegel weitgehend stabil. 20 Prozent der Stellen – vor allem in Regionen mit zunehmendem Niederschlag – zeigten sogar steigende Grundwasserstände.

Bei 12 Prozent der Entnahmestellen waren die Wasserstände jedoch gefallen. Diese Entnahmestellen lagen häufig in der Nähe großer Städte, wo wegen der vielen Menschen der Druck auf die Ressource Wasser hoch ist, und in Regionen mit viel Landwirtschaft. „Rückgänge haben wir vor allem in halbtrockenen Gebieten beobachtet, die in der Nähe landwirtschaftlicher Flächen liegen“, berichtet Jomaa.

In Spanien liegt der Anteil der offiziell bewässerten landwirtschaftlichen Fläche zwar nur bei rund 11 Prozent. Der Wasserbedarf ist aber gewaltig. Rund 65 Prozent der Wasserentnahmen gehen auf ihr Konto. In Deutschland sind es nur 2,5 Prozent. Aufgrund der deutlich höheren Zahl an jährlichen Sonnenstunden liegen die intensiv genutzten landwirtschaftlichen Flächen oft ausgerechnet in Regionen, in denen das Klima trockener ist. Andalusien etwa ist in Europa am stärksten von klimatischer Trockenheit bedroht und gehört gleichzeitig zu den wichtigsten europäischen Anbaugebieten: Mehr als acht Millionen Tonnen Obst und Gemüse werden dort jedes Jahr produziert. Mehr als vier Millionen Tonnen allein im Plastikmeer von Almería – einer riesigen Fläche von Gewächshausplanen, die mit einer Fläche von 330 Quadratkilometern mittlerweile deutlich größer ist als die nahe gelegene Tabernas-Wüste.

Die intensive landwirtschaftliche Produktion ist nur mit intensiver Bewässerung möglich. Und dauerhaft niedrige Grundwasserspiegel bezeugen, dass zu viel Wasser entnommen wird. Das System zieht schon heute gravierende Umweltprobleme nach sich.

Mehr Extremwetter in Deutschland

Claas Nendel in einem Sojabohnenfeld in Brandenburg. © Claas NendelAnders als im Süden Europas, wo sich das Klima stark in Richtung Trockenheit verschiebt, gibt es einen solchen eindeutigen Trend für Deutschland nicht. Auch 2100 wird es den Prognosen des Atlas zur Wüstenbildung zufolge hier keine Trockengebiete geben. Der durchschnittliche Jahresniederschlag dürfte sogar eher leicht zunehmen, allerdings mit einer ungleichen Verteilung über das Jahr: Die Winter werden feuchter, die Sommer trockener. Auch wenn keine Wüstenbildung wie im Süden des Kontinents droht, können die Trockenheitsfolgen schon heute auch in Deutschland dramatisch sein. Ein sichtbares Zeichen dafür waren die rund 500.000 Hektar absterbender Wald nach den Dürrejahren 2018 bis 2020. Wenn es im Sommer weniger regnet, drohen bei steigenden Temperaturen häufiger Dürrephasen. Deutschland wird insgesamt häufiger Extremwetter erleben.

Auch für Starkregen gibt es Hinweise auf eine Zunahme, allerdings mit zum Teil großen regionalen Unterschieden. Ostdeutschland war klimatisch schon immer trockener als viele andere Regionen Deutschlands, unter anderem wegen sandiger Böden wie in Brandenburg. Gebiete wie der Ostharz und auch Rheinhessen sind schon heute besonders trocken, weil sie im Regenschatten der Gebirge liegen. Die winterlichen Niederschläge haben in Ostdeutschland weit weniger zugenommen als im Westen, während höhere Temperaturen für mehr Verdunstung sorgen, die im Sommer den Bodenfeuchte- und Wasserstress weiter steigert.

Es gibt Ansätze, um die Auswirkungen des Klimawandels in den besonders betroffenen Gebieten abzumildern: „Im Wesentlichen geht es darum, mehr Wasser aus dem Winter in den Sommer zu retten und andere Kulturen anzubauen, die hitze- und trockenresistenter sind“, sagt Claas Nendel vom Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF). In Zukunft wird vermutlich der Anbau von Linsen, Sojabohnen, Buchweizen und Kichererbsen in Ostdeutschland eine wichtigere Rolle spielen. Der erste Hummus und die ersten Falafel aus Kichererbsen, die in Brandenburg oder Sachsen-Anhalt geerntet wurden, werden bereits vermarktet.

Landwirtschaft statt Naturschutzgebiete

In Huelva im Südwesten Andalusiens wird auf rund 6.600 Hektar Fläche ein Viertel aller Erdbeeren der EU angebaut. Die Felder liegen zum Teil im Nationalpark Doñana und in der Nähe anderer streng geschützter Feuchtgebiete. Für die Bewässerung werden Grundwasserleiter angezapft, die auch die Doñana mit Wasser versorgen. Die Übernutzung des Systems ist belegt. Drei von fünf Grundwasserleitern in der Region sind in einem schlechten Zustand mit lang anhaltenden niedrigen Wasserständen. Im Nationalpark schrumpfen in der Folge die Feuchtgebiete, weil nicht mehr genug Wasser ankommt. Wichtige Rast- und Nahrungsflächen für Zugvögel gehen dadurch verloren. Im Januar 2023 wurden von der Biologischen Station vor Ort nur 206.859 Wasservögel gezählt – ein historisch schlechtes Ergebnis. Nach einem regenreichen Winter waren es 2026 zwar wieder rund 385.000 Wasservögel. Aber auch dieser Wert liegt deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt von 437.000 Vögeln. Bei den Brutvögeln ist die Entwicklung ebenfalls negativ: Bei knapp 80 Prozent der Wasservogelarten gehen die Bestände zurück.

Übernutzung und Klimaveränderung

Die Negativentwicklung ist allerdings nicht allein Schuld der heutigen Landwirtschaft. Schon in den 60er Jahren hat die Doñana durch die Umleitung des Flusses Guadimar 60 Prozent ihrer natürlichen Wasserzufuhr verloren. Zudem wird das Klima in der Region trockener und auch Dürren, also wetterbedingte temporäre Trockenphasen, können eine Rolle spielen. Doch weil das ohnehin schon knappe Wasser in so großen Mengen in die landwirtschaftliche Produktion gepumpt wird, spitzt sich die Lage weiter zu, die ohne die ständige Wasserentnahme gar nicht erst so dramatisch geworden wäre. Im Zweifel landet auch bei Dürre das Wasser eher auf den Feldern als in den ökologisch wichtigen Feuchtgebieten.

Die künstliche Bewässerung bringt weitere Probleme mit sich: Wenn in Küstennähe die starke Wasserentnahme die Grundwasserspiegel sinken lässt, kann Salzwasser einströmen. An der Oberfläche droht eine Versalzung der Böden. Grundwasser ist immer salzhaltiger als Niederschlagswasser. Wenn es zur Bewässerung genutzt wird und bei Hitze und Trockenheit viel davon verdunstet, bleibt mehr Salz im Boden zurück. Mittelfristig führt das zur Verringerung der Erträge. Langfristig kann die Versalzung der Böden auch dazu beitragen, dass auf einigen Flächen gar keine Landwirtschaft mehr möglich ist. Bereits Anfang des Jahrtausends galten laut einem EU-Bericht 3 Prozent der bewässerten Flächen in Spanien als stark versalzt und weitere 15 Prozent als gefährdet.

Ein weiteres Problem in Zusammenhang mit der künstlichen Bewässerung ist die Bodenerosion: Bei vielen Bewässerungssystemen bleibt der Boden gezielt unbedeckt, um Konkurrenz um Wasser zu vermeiden oder um den Maschineneinsatz zu erleichtern. Bei Starkregen, der wegen des Klimawandels häufiger eintritt, wird dann Erdreich von den Feldern geschwemmt. Der Verlust ist gewaltig. Nach Zahlen des Nationalen Inventars für Bodenerosion gehen so in Spanien jedes Jahr mindestens 270 Millionen Tonnen Erde verloren. Das ist in etwa so, als würde man überall im Land den fruchtbaren Oberboden von den Feldern kratzen, sammeln und abtransportieren. Eine Herkulesaufgabe. Um so viel Erdreich zu bewegen, wären mindestens zehn Millionen Lkw-Ladungen nötig.

Ein wassersparender Umgang

Weil nur ein Teil der Herausforderungen klimabedingt und der große Rest menschengemacht ist, könnten einige Maßnahmen die Probleme zumindest lindern. „In der Praxis hat sich gezeigt, dass sensorbasierte Bewässerungssysteme in der Landwirtschaft den Wasserverbrauch um 27 bis 45 Prozent verringern können“, berichtet Seifeddime Jomaa. Solche Systeme steuern die Wasserzufuhr nicht nach festen Zeitplänen, sondern anhand genauer Messdaten zu Bodenfeuchte, Temperatur oder Wetterlage. Durch eine solch intelligente Bewässerung könnte der Wasserverbrauch erheblich gesenkt werden. Theoretisch. In der Praxis ist es auch heute noch so, dass eingespartes Wasser durch die Ausweitung der Nutzungsflächen gleich wieder verbraucht wird.

Eine weitere Maßnahme wäre der Wechsel zu Kulturpflanzen, die mit weniger Wasser auskommen: Reis, Mais, Luzerne, Baumwolle, Zitrusfrüchte und Avocados sind besonders durstig. In den trockensten Regionen wären Wintergetreide, Sonnenblumen, Sorghum oder Dauerkulturen wie Mandeln, Pistazien oder Oliven bessere Alternativen. Dafür müsste sich allerdings der Markt anpassen. Solange es selbstverständlich ist, jedes Gemüse und jedes Obst das ganze Jahr über im Supermarkt kaufen zu können, wird sich an den wenig nachhaltigen Anbaustrukturen in Südeuropa nichts ändern.

Vor allem müsste der Wasserverbrauch in sensiblen Regionen gesenkt werden. Offiziell liegt die Zahl der Bewässerungsbrunnen in Spanien bei einer Million. Laut einem aktuellen Bericht der OECD gibt es in Wirklichkeit aber zwei Millionen Brunnen im Land. In der unkontrollierten, illegalen Wasserentnahme liegt ein großes Problem. Die illegalen Brunnen müssten geschlossen werden, und in sensiblen Regionen mit großem Trockenstress müssten die Flächen mit intensiver Bewässerung dringend verkleinert werden. In den vergangenen Jahren wurden die Anbauflächen in der Nähe der Doñana und rund um Almería trotz Trockenstress allerdings weiter vergrößert.

Dass schon in den kommenden Jahrzehnten echte Wüsten im Süden Europa neu entstehen oder sich stark ausbreiten werden, ist eher nicht zu erwarten. Die Tabernas wird ihre Sonderstellung noch eine Weile behalten. Und überhaupt ist sie kein zerstörtes totes Land, sondern ein extremes, aber funktionierendes Ökosystem, mit einer eigenen angepassten Artenvielfalt: Europas größte Eidechse, die Perleidechse, ist dort zu Hause, ebenso das Sandflughuhn oder der Wüstengimpel.

Bleibt die Landnutzung aber weitgehend unverändert, wird es etwa durch Erosion und Versalzung in den nächsten Jahren deutlich mehr „verwüstetes“ Land geben. In Spanien gelten inzwischen 74 Prozent der Landesfläche als von Desertifikation bedroht. Für das europäische Mittelmeergebiet gelten 25 Prozent der Fläche als stark gefährdet. Trend steigend.


Autor: Ralf Stork

hat in Spanien die direkte Nachbarschaft von Erbeerfeldern und Lagunen (voller Flamingos) selbst erlebt und sich gefragt, wie lange das wohl gut gehen kann.


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