Aus über 27 Millionen Pixeln besteht die empfindlichste Ultraviolett-Aufnahme, die jemals von einer Himmelsregion gemacht wurde. 40 Stunden lang hat das VIMOS-Instrument (Visible MultiObject Spectrograph) der Europäischen Südsternwarte ESO in Chile am Very Large Telescope U3 dazu die von der Erde nur schwer zugängliche kurzwellige Strahlung empfangen. Weitere 15 Stunden anderer Beobachtungen kamen hinzu. Auf dem Bild sind noch Galaxien sichtbar, die leuchteten, als das Universum erst zwei Milliarden Jahre alt war. Manche sind eine Milliarde Mal lichtschwächer als gerade noch mit bloßem Auge erkennbare Himmelsobjekte. Die 14,1 mal 21,6 Bogenminuten große Region gehört zur Himmelsdurchmusterung GOODS (Great Observatories Origins Deep Survey). Bei ihr inspizieren Astronomen weltweit mit den besten Teleskopen ein bestimmtes Himmelsareal in unterschiedlichen Wellenlängen so genau wie möglich. Dazu gehört auch der Röntgensatellit Chandra, nach dem die Region CDF-S benannt wurde (Chandra Deep Field South). Da das Universum auf großen Skalen überall gleich aussieht, ist das GOODS-Projekt eine repräsentative Stichprobe, die unser Wissen von der Entwicklung und Struktur des Alls wesentlich erweitert.





