Diese Raumverzerrungen sind allerdings extrem klein ? selbst die gewaltigsten Ereignisse im Universum wie etwa Ausbrüche von Supernovae würden die Länge der Tunnel etwa nur um einen Dezimalbruch von 20 Nullen nach dem Komma relativ zueinander verändern. Aus diesem Grund sind die Interferometerarme aller bisher gebauten Gravitationswellendetektoren relativ lang ? im Fall von LIGO etwa vier Kilometer.
LISM hingegen kommt aufgrund seiner Tiefe unterhalb der Erdoberfläche mit Tunneln einer Länge von nur zwanzig Metern aus und ist dennoch um ein Hundertfaches empfindlicher als LIGO ? wenigstens bis zum heutigen Zeitpunkt. Wie der Detektor im Vergleich zu der zweiten Phase von LIGO abschneiden wird, ist noch nicht sicher.
Der in den Vereinigten Staaten seit langem geplante und in den letzten Jahren eingeweihte LIGO-Detektor soll Wissenschaftlern zu Folge in einigen Jahren empfindlich genug sein, um Gravitationswellen zu entdecken. Das japanische Modell könnte die Suche nach diesen mysteriösen Wellen nun nicht nur beschleunigen, sondern auch eventuell positive Sichtungen von LIGO bestätigen ? wenn es denn dazu kommt.





