Die gewaltigen Strömungen reißen Fische und Plankton hinweg, pflügen den Ozeanboden geradezu um und erzeugen tiefe Furchen. Die Wissenschaftler versuchen nun herauszufinden, was die Ursachen für solche Erscheinungen sind und inwiefern Auswirkungen auf Gas- und Ölförderprojekte zu befürchten sind, die in diesem Gebiet realisiert werden sollen. Ian MacDonald von der Texas A&M University meint, dass die Strömungen fast 700 Meter mächtige Wasserkörper darstellen, die sich mit zwei bis drei Kilometer pro Stunde fortbewegen. Das klingt zwar nicht viel, doch beträgt die Strömungsgeschwindigkeit in diesen Tiefen normalerweise lediglich maximal ein Zehntel dessen.
Die gewaltigen Strömungen erzeugen eine seltsame Oberfläche des Meeresbodens: So gleicht die dortige Unterwasserlandschaft mit ihren kilometerlangen Erosionsschluchten einer Wüstengegend im Südwesten Nordamerikas. Bei ihren verschiedenen Tauchgängen bemerkten die Wissenschaftler, dass die Strömungen nicht kontinuierlich sind, sondern auf- und abflauen.
Außer den spektakulären subaquatischen Hurricanes entdeckten die Forscher bei ihren von der National Oceanic and Atmospheric Administration ( NOAA) geförderten Tauchfahrten auch große Ansammlungen an Gashydraten (Methaneis), in denen momentan potentielle künftige Energiereserven der Menschheit vermutet werden, sowie eine Reihe bislang unbekannter Pflanzen und Tiere.





