Die Astronomen wissen allerdings immer noch nicht, woraus die dunkle Materie eigentlich besteht. Viele Forscher nehmen mittlerweile an, dass es sich um subatomare Partikel handelt, die gewöhnliche Materie wie zum Beispiel die Erde ohne Wechselwirkungen durchdringen können. Die Teilchen heißen in Fachkreisen “Wimps” (Weakly interacting massive particles). Italienische Forscher verkündeten 1998, solche Wimps mit einem speziellen Detektor aus Natriumjodid-Kristallen entdeckt zu haben. Die Kristalle leuchten auf, wenn sie von einem Wimp getroffen werden. Andere Forscher, die anders gebaute Detektoren betrieben, zweifelten die Ergebnisse allerdings an, weil sie selbst keine Anzeichen für erddurchquerende Wimps entdeckten.
Falls tatsächlich Wimps von der Sagittarius Galaxie im Sonnensystem herumschwirren, müsste sich das in der Verteilung der Wimps nachweisen lassen, schreibt Paolo Gondolo von der University of Utah ebenfalls in den Physical Review Letters. Er und seine Kollegen vermuten, dass die anderen Detektoren die Geisterteilchen nicht aufgespürt haben, weil sie aus Germanium bestehen. Womöglich seien die Wimps leichter als gedacht und riefen bei Germanium-Atomen daher keine Wirkung hervor, spekuliert Gondolo.





