Die Streifzüge durch das All beginnen stets mit einer unterhaltsamen Geschichte, die in den erklärenden Teil mündet. So beobachtet der Leser den Chemiker Robert Bunsen und den Physiker Gustav Robert Kirchhoff im 19. Jahrhundert bei einem nächtlichen Experiment, das überleitet zur modernen Spektroskopie von Sternenlicht und zu dem, was Astronomen daraus lernen.
Hornung, der bereits mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis für das beste Jugendsachbuch ausgezeichnet wurde, erklärt den Aufbau unserer Milchstraße genauso gekonnt wie Rote Riesen und Weiße Zwerge, und wie man sich den gewaltigen Sog der Schwarzen Löcher vorstellen kann. Ein Gespräch des Jungen Felix mit Galileo Galilei über die schlechte Qualität von dessen Fernrohr ist der Anlass für eine Retrospektive der Fernrohrentwicklung bis hin zum hochmodernen Planetensucher Corot und zum Gravitationswellendetektor Geo600.
Locker ins Buch eingestreute Astrotipps erklären, worauf es bei der eigenen Sternbeobachtung oder dem Kauf eines Fernrohrs ankommt. Viele farbige Bilder und Illustrationen helfen beim Verständnis. Literaturhinweise, Internet-Adressen und eine ausführliches Register runden das Buch ab. So seriös kann wissenschaftliche Unterhaltung für junge Leser sein.
Thomas Bührke





