Die hohe Energie des Stern bewirkt, das Materie von seiner heißen Oberfläche weggeschleudert wird, erläutert Harwit. Ist diese weit genug entfernt, kühlt sie sich ab, bis sie zu feinen Partikeln kondensiert, die sich schließlich in Wolken sammeln.
Amerikanische Astronomen haben um den 5.000 Lichtjahre entfernten Stern VY Canis Majoris Sandwolken entdeckt. Das berichtete Martin Harwit von der Cornell-Universität am Donnerstag (10. Januar) beim Treffen der Amerikanischen Astronomischen Gesellschaft in Washington.
Obwohl VY Canis Majoris eigentlich so hell leuchtet wie 500.000 Sonnen, gelangt nur ein winziger Bruchteil seines Lichts ins Weltall, da der Stern von dichten Wolken umhüllt ist. Martin Harwit und seine Kollegen wiesen nun am Infrarot-Teleskop der Europäischen Sternwarte ESA nach, dass diese Wolken aus Silikaten und aus eisenhaltigen Stoffen bestehen. Sie ähneln damit chemisch dem Sand, wie er sich in der Wüste oder an den Stränden der Meere findet.
ddp/bdw – Ulrich Dewald





