von THORSTEN DAMBECK
Wer ein Stück vom Mond haben will, muss es persönlich beim Eigentümer abholen. So im September 1969, als Hans Voshage, ein Mitarbeiter des Max-Planck-Instituts für Chemie, mit Material der ersten Mondlandung am Frankfurter Flughafen eintraf. Der Forscher kehrte von einem Kurztrip zur NASA zurück. In seinem Handgepäck hütete er knapp 106 Gramm Mondgestein. Zur Erde gebracht hatten es wenige Wochen zuvor die Astronauten von Apollo 11. „Es ähnelte einem Haufen Koks“, erinnerte sich später der beteiligte Physiker Josef Zähringer. Die schwarzen Brocken wurden nach Mainz gebracht, wo sofort Experimente damit stattfanden. In den folgenden Jahren unternahmen weitere Apollo-Astronauten teils mehrtägige Erkundungen in den grauen Mondlandschaften und versorgten die Experten auf der Erde mit insgesamt 381 Kilogramm Probengestein.





