Menschliche Jäger sind schuld am Aussterben der Mammuts, sagen kanadische Wissenschafter. Neu entdeckte versteinerte Fußspuren einer Mammutherde zeigten nach Ansicht der Forscher eindeutig, dass der Mensch und nicht Klimaveränderungen den wolligen Dickhäutern den Untergang brachten. Das berichtet das Wissenschaftsmagazin New Scientist (Ausgabe vom 7. Februar).
Auf dem Grund eines Wasserreservoirs am St. Mary-River in der kanadische Provinz Alberta befinden sich die etwa 11.000 Jahre alten Fußtritte einer Mammutherde. Die Größe der Spuren verriet Paul McNeil von der Universität Calgary und seinen Kollegen, dass ungewöhnlich wenige Jungtiere zu der Gruppe gehörten: Lediglich 30 Prozent der Tiere waren noch nicht ausgewachsen. Intakte Herden dagegen bestehen zu mindestens 50 bis 70 Prozent aus Jungtieren.
Ähnlich ungewöhnlich zusammengesetzte Herden kennen Forscher von Elefanten. Bei ihnen findet eine solche Verschiebung der Gruppenzusammensetzung ausschließlich dann statt, wenn die Herden durch exzessives Wildern unter starken Stress geraten und kurz vor dem Untergang stehen. Genau das müsse auch den Mammuts widerfahren sein, da ihre Spuren exakt mit denen bedrohter Elefantenherden übereinstimmten, schreibt das Magazin. Auch das Alter der Spuren spricht für die Theorie der Ausrottung durch menschliche Jäger: Die Spuren stammen genau aus der Zeit, in der sich die ersten Menschen in Nordamerika auszubreiten begannen.
ddp/bdw ? Ilka Lehnen-Beyel





