Das Kürzel HED steht für Howardite, Eukrite und Diogenite – allesamt Steinmeteorite. Rund fünf Prozent der Meteoritenfälle werden als HED klassifiziert. Forscher deuten sie als Fragmente des Planetoiden Vesta, da ihre Reflektionsspektren stark dem von Vesta ähneln. Erste chemische Analysen der Dawn-Sonde aus der Umlaufbahn von Vestas Oberflächengestein unterstützen diese Theorie. Die Untersuchung der HED-Meteoriten prägt das Bild, das sich die Wissenschaftler von Vesta machen: Sie erkennen darin Anzeichen für eine frühe Aufschmelzung des Mutterkörpers. Offenbar gab es auf Vesta einst Vulkanismus.
Howardite sind Krustengesteine, ähnlich irdischem Basalt. Diogenite stammen hingegen aus größeren Tiefen. Und die Eukrite sind wahrscheinlich Mischungen beider Gesteinstypen, die bei Einschlägen entstanden sind. Neben den Meteoriten vom Mond und den Mars-Meteoriten sind die HED-Meteoriten die einzigen, deren Mutterkörper sich recht sicher angeben lässt.





