Die Korallen-Riffe bei Rangiroa gelten als eines der schönsten und spektakulärsten Tauchreviere der Welt. Die Lagunen-Region sei zudem Heimat für Wale, Delphine, Schildkröten und Manta-Rochen. Neben dem Perlentauchen bildet der Tourismus eine wichtige Einnahmequelle der Bewohner.
Parallel zur Klimakonferenz in Bonn berichten britische Forscher, dass die ausgedehnten Korallen-Riffe bei Rangiroa in Französisch Polynesien mindestens ein Jahrhundert für ihre Erholung benötigen. Große Abschnitte der Korallen seien 1998 in einer Heißwetterperiode abgestorben, als die Wassertemperaturen zum ersten Mal in der Geschichte 32 Grad Celsius erreichten.
1998 verursachte die globale Erwärmung unglaublich hohe Wassertemperaturen von bis zu 34 Grad. Der Durchschnitt der Vorjahre betrug etwa 28 Grad, sieht Peter Mumby, Meeresforscher an der der University of Newcastle, einen Zusammenhang zum Treibhauseffekt. Durch diese ungewöhnlich hohen Temperaturen sei ein katastrophaler Schaden an den 800 Jahre alten Korallen-Riffen entstanden. Nach Schätzungen der Wissenschaftler brauche es mehr als 100 Jahre, bis sich die Riffe von diesem Schlag wieder erholt hätten.
Jan Oliver Löfken





